Kryptowährung Bitcoin: China will wohl Handelsplätze schließen

Kryptowährung Bitcoin: China will wohl Handelsplätze schließen

, aktualisiert 08. September 2017, 19:14 Uhr
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Den chinesischen Behörden ist die Kryptowährung offenbar ein Dorn im Auge.

Quelle:Handelsblatt Online

China blickt offensichtlich mit Sorge auf die Entwicklung der Cyberwährung Bitcoin. Aufsichtsbehörden sollen laut Berichten die Schließung von Handelsplattformen planen. Zuvor wurden bereits Börsengänge verboten.

New YorkNach dem Verbot von Börsengängen denkt China offenbar über eine weitere Beschränkungen des rasant wachsenden Marktes für Cyberwährungen nach. Die Zeitung „Caixin“ berichtete am Freitag, Aufsichtsbehörden des Landes erwägten die Schließung von Handelsplattformen für Devisen wie Bitcoin. Der Kurs der mit Abstand größten von Computern geschaffenen Währung rutschte daraufhin auf der Handelsplattform Bitstamp um rund fünf Prozent auf 4402 Dollar ab. Anfang September hatten Bitcoins noch ein Rekordhoch von fast 5000 Dollar erreicht. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.

China hat erst vor wenigen Tagen die sogenannten Initial Coin Offerings (ICO) verboten. Über dieses Vehikel werden analog zum Initial Public Offering (IPO), also dem Börsengang eines Unternehmens, neue Cyberwährungen geschaffen. Mit dem Schritt will die Regierung in Peking nach Meinung von Experten Zeit gewinnen, um regulatorische Maßnahmen einzuführen. Das Schaffen neuer Cyberwährungen habe unübersichtliche Ausmaße angenommen und stehe oft im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften wie Betrug und Schneeballsystemen, hieß es zur Begründung.

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Eine Schließung von Handelsplätzen für Bitcoin & Co würde die Branche aufwirbeln, sagte Greg Dwyer von der Krypo-Plattform BitMEX. „Sollte sich der Zeitungsbericht als wahr herausstellen, wäre der Abverkauf von Bitcoin gerechtfertigt.“ China ist weltweit einer der größten Handelsplätze für diese Währungen. Andere Experten gehen davon aus, dass ein mögliche Börsenschließung nur vorübergehend wäre. „China drückt nur den Pause-Knopf“, so Jehan Chu, Partner der Beteiligungsfirma Jen Advisors.

Quelle:  Handelsblatt Online
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