Kryptowährung Bitcoin: Verluste nach Warnung von Chinas Zentralbank

Kryptowährung Bitcoin: Verluste nach Warnung von Chinas Zentralbank

, aktualisiert 09. Januar 2017, 15:58 Uhr
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Die virtuelle Währung Bitcoin ist ein beliebtes Zahlungsmittel im Internet. Das digitale Geld wird aber auch zur Verschleierung von Straftaten benutzt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Verluste der Bitcoin vom Freitag haben sich am Montag noch ausgeweitet. Grund dafür ist Besorgnis, dass China die Regeln für die Krypotowährung verschärfen wird, um Kapitalabflüsse einzudämmen.

BloombergBitcoin verlor 1,2 Prozent auf 887,34 Dollar in Hongkong, nach einem Rutsch um bis zu zehn Prozent am Freitag. Die Filiale Schanghai der People’s Bank of China hatte am späten Freitag mitgeteilt, dass die Bitcoin-Handelsplattform BTCChina.com aufgefordert wurde, Selbstüberprüfungen durchzuführen und jegliche Probleme zu beheben. Die Devisenverwaltung State Administration of Foreign Exchange hat QQ.com zufolge einige wichtige Bitcoin-Börsen ins Visier genommen, wahrscheinlich um zu untersuchen, ob die digitale Währung zur Umgehung von Kapitalverkehrskontrollen verwendet wird.

Bitcoin hat seit Anfang 2015 eine Rally hingelegt, da Chinesen sie kauften, um sich gegen die Abschwächung des Yuan zu schützen und Gelder außer Landes zu schaffen. Indem sie Bitcoin im Lande kaufen und sie im Ausland gegen andere Währungen verkaufen, können Investoren die verschärften Vorschriften für Kapitalexporte vermeiden. Chinas Regulatoren hatten dabei zwar der Involvierung von Finanzinstitutionen einen Riegel vorgeschoben, die Kryptowährung aber bislang weitgehend ausgenommen.

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„Bitcoin ist einer der Steine, die bislang in Bezug auf eine Kontrolle der Kapitalströme nicht umgedreht wurden“, sagte Zennon Kapron, Managing Director der Beratungsgesellschaft Kapronasia in Schanghai. „Es ist unvermeidlich, dass etwas geschehen wird, aber die Frage ist, was für eine Regulierung das sein wird, wenn es geschieht.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die chinesische Regierung für einen Rutsch der Bitcoin gesorgt hat. 2013 verbot sie Finanzinstitutionen, Bitcoin-Transaktionen durchzuführen, was einen Kursrutsch auslöste. Die Zentralbank bekräftigte diese Haltung in der Mitteilung vom Freitag. Sie erklärte, Bitcoin sei ein virtueller Rohstoff ohne den rechtlichen Status einer Währung. Sie charakterisierte die Bitcoin-Bewegungen als „unüblich.“

„Solange es nicht mehr Klarheit gibt über die Pläne der PBOC oder was genau sie meinen, wird es meines Erachtens schwierig sein für den Bitcoin-Kurs, seine Rally wieder aufzunehmen“, sagte Kapron.

Quelle:  Handelsblatt Online
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