Kryptowährung: Immer mehr Bitcoin-Kunden sind unzufrieden

Kryptowährung: Immer mehr Bitcoin-Kunden sind unzufrieden

, aktualisiert 02. September 2017, 08:15 Uhr
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Der dramatische Preisanstieg ruft immer mehr Nutzer auf den Plan.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Bitcoin wird immer beliebter und teurer. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Beschwerden über die Anbieter der Kryptowährung. Besonders ein Unternehmen aus den USA ist dabei in den Fokus der Kritiker geraten.

New YorkDer Bitcoin-Kurs knackt einen Meilenstein nach dem anderen. Seit einem Jahr geht der Kurs steil bergauf, seit wenigen Wochen mit nie dagewesener Dynamik. In dieser Woche knackte der Bitcoin-Kurs erstmals die Marke von 4000 Euro. Die virtuelle Währung erfreut sich steigender Beliebtheit – damit verbunden häuft sich auch die Zahl der Kundenbeschwerden. Das US Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) hat zahlreiche Beschwerden über Coinbase – einem amerikanischen Bitcoin-Anbieter – erhalten. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 waren es sechs Beschwerden.

Damit ist Coinbase mit Blick auf virtuelle Währungen die Nummer eins bei CFPB-Beschwerden im laufenden Jahr. Die Webseite hatte zuletzt mit einem Anstieg des Volumens und längeren Transaktions-Verarbeitungszeiten zu kämpfen. Gleichzeitig eilte der Wert von Bitcoins und anderen Kryptowährungen von Rekordhoch zu Rekordhoch.

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Viele Beschwerden, mehr als ein Drittel, kamen von Einzelpersonen. Sie seien nicht in der Lage gewesen, wie versprochen auf ihr Geld zugreifen zu können. „Die Gelder sollten innerhalb von drei bis fünf Arbeitstagen auf mein Girokonto überwiesen werden“, kritisierte etwa ein Kunde im Mai beim CFPB. „Ich brauche das Geld.“ Andere Nutzer klagten wiederum über Transaktions- oder Serviceprobleme. Betrugsfälle hingegen standen hinter weniger als 15 Prozent der Beschwerden. Eine Sprecherin von Coinbase wollte zu den CFPB-Beschwerden nicht äußern.

Insgesamt hat das CFPB seit Jahresbeginn mehr als 250 Beschwerden in der Kategorie „virtuelle Währung“ erhalten. Der überwiegende Anteil, nämlich 60 Prozent, bezogen sich auf Coinbase. Das 2012 gegründete Unternehmen hatte im Juni erklärt, die Kundenbetreuung verbessern zu wollen. „In den vergangenen Monaten haben wir eine beispiellose Zunahme der Zahl der Kunden gesehen, die sich für die Verwendung von Coinbase anmeldeten“, schrieb Mitbegründer und CEO, Brian Armstrong, in einem Blogeintrag vom 6. Juni. „Infolgedessen sind unsere Systeme an ihre Grenzen geraten, was bei vielen Kunden für negative Erfahrungen sorgte.“

Im Service-Bereich schreibt Coinbase, dass die Transaktionszeiten je nach Standort und Zahlungsmethode eines Kunden variieren können. US-Banküberweisungen könnten demnach bis zu fünf Werktage in Anspruch nehmen. In diesem Monat wurde die Debatte über die Beschleunigung der Transaktionen so intensiv, dass Bitcoin sich zweiteilte.

Das CFPB, das auf mehrmalige Bitten um eine Stellungnahme nicht reagierte, akzeptiert Beschwerden über virtuelle Währungen seit 2014. Es warnte Verbraucher zudem vor unklaren Kosten, Betrügereien und Geldverlust. Drei Jahre später erklärte die Securities and Exchange Commission (SEC), dass Kryptowährungs-Börsen und Unternehmen, die Geld durch den Verkauf digitaler Vermögenswerte einnehmen, den Bundeswertpapiergesetzen der USA unterliegen würden. Damit signalisierte die Aufsicht ein hartes Durchgreifen mit Blick auf den jüngsten Kursanstieg virtueller Münzen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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