Kupfer, Öl und Gold: Konjunktursorgen kontrollieren den Rohstoffmarkt

Kupfer, Öl und Gold: Konjunktursorgen kontrollieren den Rohstoffmarkt

, aktualisiert 12. Dezember 2011, 14:02 Uhr
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Ein goldener und ein silberner Kristall in der Dresdner „Funkelstadt“.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Gipfelbeschlüsse haben an der Vorsicht der Anleger am Rohstoffmarkt nichts geändert. Das bekamen die Preise für Kupfer, Öl und Gold zu spüren. Vor allem das Edelmetall verbilligte sich deutlich.

FrankfurtDie Anleger am Rohstoffmarkt bleiben auch nach den weitreichenden Gipfelbeschlüssen zur Euro-Schuldenkrise auf der Hut. Die Preise für Kupfer, Öl und Gold fielen am Montag auf breiter Front. Vor allem das Edelmetall verbilligte um bis zu zwei Prozent auf 1676 Dollar je Feinunze. „Damit wird erneut deutlich, dass sich Gold weiterhin mehr wie eine riskante Anlage als wie ein ,sicherer Hafen' verhält,“ schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Kupfer wurde zu Wochenbeginn gut zwei Prozent billiger bei 7654 Dollar je Tonne gehandelt. Die Preise für Öl der Sorten Brent und WTI gingen um jeweils gut ein Prozent auf 107,43 beziehungsweise 98,14 Dollar je Fass zurück.

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Die Ergebnisse des EU-Gipfel am Freitag waren an den Finanzmärkten auf ein geteilte Echo gestoßen. Respekt für den Versuch der EU-Länder, eine Fiskalunion zu etablieren mischte sich mit Enttäuschung über das Ausbleiben neuer, großer Kreditpakete zum Schutz klammer Staaten. Am Rohstoffmarkt mehrten sich vor allem die Sorgen, die europäische Wirtschaft könnte sich aufgrund der verstärkten Sparanstrengungen deutlich abkühlen. „Zusammen mit der amerikanischen und chinesischen Konjunktur, die an Fahrt verloren haben, sorgt das für große Verunsicherung“, sagte ein Händler.

Belastend auf die Rohstoffe wirkte sich zudem ein stärkerer US-Dollar aus. Der Euro fiel im Vergleich zu seinem New Yorker Freitagsschluss in der Spitze um mehr als einen US-Cent auf 1,3251 Dollar. Ein festerer Greenback macht die in Dollar abgerechneten Rohstoffe für Investoren teurer.

Euro-Anleger zweifelten an der Wirksamkeit der Gipfelbeschlüsse. „Das Spitzentreffen packt zwar die langfristigen Probleme an, aber Europa steht in den kommenden Wochen vor ernsthaften Finanzierungsschwierigkeiten“, warnte Analyst Teppei Ino von der Bank of Tokyo-Mitsubishi.

Quelle:  Handelsblatt Online
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