Kurznachrichtendienst: Twitter will an die Börse

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Kurznachrichtendienst: Twitter will an die Börse

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Mit diesem Tweet hat Twitter seine Börsenpläne bekannt gegeben.

von Matthias Hohensee

Im Windschatten des Höhenflugs von Facebook wagt sich nun auch Konkurrent Twitter aus der Deckung: Der Kurznachrichtendienst hat vertraulich ein Börsenprospekt bei der Aufsichtsbehörde SEC eingereicht. Anleger sollten trotzdem skeptisch sein.

Seit mindestens zwei Jahren wird im Silicon Valley über einen Börsengang von Twitter spekuliert. Jetzt macht der populäre Kurznachrichtendienst ernst. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit,  bei der US-Börsenaufsicht SEC die entsprechenden Unterlagen dafür eingereicht zu haben. Die Öffentlichkeit bekommt allerdings trotzdem vorerst keine Einblicke, wie die Geschäfte bei dem Unternehmen aus San Francisco laufen.

Twitter nutzt nämlich eine vor anderthalb Jahren in Kraft getretene Sonderregelung, nach der Firmen mit unter einer Milliarde Dollar Umsatz ihren Prospekt erst kurz vor dem geplanten Börsengang veröffentlichen müssen. Die Regelung hat den Vorteil, dass kleinere Unternehmen so ihren Börsengang aufschieben oder absagen können, ohne der Öffentlichkeit und damit auch der  Konkurrenz zu viel Einsicht in ihr Geschäft geben zu müssen.

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Was Twitter umsetzt und vor allem ob das Unternehmen profitabel ist, bleibt damit vorerst im Dunkeln. Klar ist nur, dass sein Umsatz unter einer Milliarde Dollar liegt. Analysten schätzen, dass er in diesem Jahr zwischen 400 bis 600 Millionen Dollar betragen wird.

Der Gebrauch von Twitter ist für seine auf 250 bis 300 Millionen weltweiten Nutzer kostenlos. Geld verdient das Unternehmen mit werblichen Kurznachrichten, die in den Nachrichtenstrom der Nutzer eingeklinkt werden. Kostenpflichtig ist auch der unlimitierte Zugriff auf den Datenstrom, der an dafür lizensierte Partner verkauft wird. Vor allem Twitter-Chef Dick Costolo, der im Oktober 2010 Gründer Evan Williams ablöste, hat die Einnahmemöglichkeiten ausgebaut. Erst vor wenigen Tagen erwarb sein Unternehmen das mobile Werbenetzwerk MoPub für 350 Millionen Dollar. Das geschah auch im Vorgriff auf den Börsengang. Denn dann muss Costolo jedes Quartal Umsatzzuwächse vorweisen.

Für die Nutzer bedeutet dass, das der Dienst kommerzieller werden wird – also ähnlich wie bei Facebook. Twitters Geldgeber hatten rund 1,2 Milliarden Dollar in das Startup gesteckt. Sein Wert wird nun auf zwischen 10 bis 15 Milliarden Dollar geschätzt.

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