Leerverkäufe: Börsenaufsicht prüft Bankia-Ausverkauf

Leerverkäufe: Börsenaufsicht prüft Bankia-Ausverkauf

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Die spanische Börsenaufsicht hat institutionelle Investoren im Verdacht, durch Leerverkäufe die Bankia-Aktien unter Druck gesetzt zu haben.

Die spanische Börsenaufsicht hat die Untersuchung eines massiven Ausverkaufs von Aktien der Krisen-Großbank Bankia angekündigt. Der Wert der Bankia-Aktie hatte am Donnerstag an der Madrider Börse um über 51 Prozent auf 0,68 Euro nachgegeben.

Der Ausverkauf von Bankia -Aktien am Donnerstag hat die Börsenaufsicht auf den Plan gerufen. Die Aktien des verstaatlichten Geldhauses fielen bei ungewöhnlich hohen Umsätzen über 50 Prozent auf 68 Cent. Die spanische Börsenaufsicht erklärte, sie werde die Handelsbewegungen bei der Bankia-Aktie genau unter die Lupe nehmen und prüfen, ob Marktregeln verletzt worden seien.

Möglicherweise hätten institutionelle Investoren Leerverkäufe vorgenommen, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Bei diesen Geschäften wetten Investoren wie Hedgefonds auf fallende Kurse. Sie verkaufen Aktien, die sie nicht besitzen, und setzen darauf, sie später billiger zurückzuerwerben. Leerverkäufe sind in Spanien verboten.

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Die verstaatlichte Bankia gilt als Symbol für den Niedergang des spanischen Bankensektors. Quelle: REUTERS

Am Donnerstag wechselten rund 50 Millionen Bankia-Aktien den Besitzer. Das ist etwa 42 Mal so viel wie im Durchschnitt der letzten drei Monate. Die neuen Stammaktien haben eine Haltefrist bis Dienstag. "Alle haben Angst, dass die Aktien am Dienstag weiter an Wert verlieren. Wenn man sie heute verkauft, macht man immer noch einen Gewinn im Verhältnis zu dem, was sie am Dienstag wohl nur noch wert sind", sagte ein Fondsmanager.

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Leidtragende sind Zehntausende Kleinsparer. Ihnen wurden fälschlicherweise unter anderem Vorzugsaktien verkauft, die sie am Donnerstag mit einem Abschlag von rund 40 Prozent in Stammaktien tauschten. Der Wert der neuen Papiere lag zunächst bei je 1,35 Euro. Damit hatten sie gehofft, einen Teil ihrer Investitionen wieder zurückzubekommen. Bankia war zum Inbegriff der spanischen Bankenkrise geworden, als das Institut Mitte 2012 Milliarden-Staatshilfen benötigte.

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