
Die japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) ist nur zwei Jahre nach ihrer Pleite an die Börse zurückgekehrt. Zum Handelsbeginn in Tokio wurde das Papier am Mittwoch mit 3810 Yen gehandelt, nur leicht über dem Ausgabepreis auf 3790 Yen je Aktie. Es ist nach Facebook der größte Börsengang des Jahres.
Gemessen an der Marktkapitalisierung dürfte JAL ihren heimischen Konkurrenten All Nippon Airways (ANA) als wertvollste japanische Fluggesellschaft ablösen. JAL hatte 2010 Konkurs anmelden müssen und sich danach einer Rosskur unterzogen. Es war eine der schnellsten Sanierungen eines Unternehmens in der japanischen Wirtschaftsgeschichte gewesen.
Bild: REUTERSDie Rettung der Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) dürfte sich für die japanische Regierung auszahlen. Beim Comeback an der Börse will JAL sieben Milliarden Euro einsammeln. Es ist der weltweit zweitgrößte IPO in diesem Jahr nach Facebook. Ein japanischer Staatsfonds hatte dem Unternehmen nach der Insolvenz 2010 mit rund 3,5 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen und im Gegenzug Anteile übernommen. Diese wären bei dem von JAL nun veranschlagten Preis je Aktie von 3790 Yen rund sieben Milliarden Euro und damit doppelt so viel wert. Der Fonds hat bereits angekündigt, die gesamte Beteiligung bei dem Börsengang verkaufen zu wollen.
Von den Top Ten der größten IPOs aller Zeiten ist der Konzern damit allerdings noch weit entfernt, wie die folgenden Bilder zeigen:
Bild: dapdPlatz 10
Die Deutsche Telekom AG konnte bei ihrem Börsenstart 1996 13 Milliarden Dollar einnehmen. Der Konzern mit Sitz in Bonn ist das größte Telekommunikationsunternehmen Europas. Weltweit beschäftigt die Deutsche Telekom 246.777 Mitarbeiter, davon 121.564 in Deutschland.
Bild: APPlatz 9
Japans Telekommunikations-Riese Nippon Tel ging bereits 1987 an die Börse und nahm 15,3 Milliarden Dollar ein. 1999 wurde der Konzern umstrukturiert und ging in der NTT Communications Corp auf. Im Bild NTT-Präsident Masanobu Suzuki.
Bild: dpaPlatz 8
Der US-amerikanische Automobilkonzern General Motors legte 2010 einen starken Börsenstart hin: 15,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen beschäftigt rund 200.000 Mitarbeiter.
Bild: dpaPlatz 7
Das soziale Netzwerk Facebook schrieb mit seinem Börsengang im Mai 2012 Geschichte. 16 Milliarden Dollar konnte das Internet-Unternehmen einsammeln. Die Aktie ist allerdings im Sinkflug. Anleger, die beim Börsengang noch 38 Dollar pro Papier gezahlt hatten, haben bis Anfang August fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren. Die Aktie sackte zwischenzeitlich auf 20 Dollar ab. Facebook hat weltweit 955 Millionen Nutzer.
Bild: REUTERSPlatz 6
Der italienische Energieversorger Enel SpA beschäftigt über 58.000 Mitarbeiter. Bei seinem Börsengang im Jahr 1999 konnte der Konzern 16,5 Milliarden Dollar einsammeln.
Bild: REUTERSPlatz 5
Ein Blick auf den AIA-Turm in Hong Kong. Die asiatische Sparte des US-Versicherers AIG nahm bei seinem Börsengang im Oktober 2010 17,8 Milliarden Dollar ein.
Bild: dapdPlatz 4
Der Kreditkartenanbieter Visa wagte im Frühstadium der Finanzkrise im März 2007 seinen Börsenstart und erzielte mit knapp 17,9 Milliarden US-Dollar das bislang vierthöchste Volumen. Das Unternehmen hat 6800 Mitarbeiter und ist international tätig.
Bild: REUTERSPlatz 3
Kaoru Kato (im Bild) ist der Präsident und CEO von Japans größtem Mobilfunkanbieter NTT Docomo Inc. Der Konzern ging bereits 1998 an die Börse. Das Volumen ist bis heute das drittgrößte überhaupt: 18,1 Milliarden US-Dollar.
Bild: dpaPlatz 2
Vor dem Börsengang der ABC hatte die Notierung der Industrial and Commerce Bank of China (ICBC) mit 11,19 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 den Rekord als größter Börsengang der Welt gehalten. Die Bank hat weltweit rund 16.000 Filialen, davon aber nur etwa 200 außerhalb Asiens, und beschäftigt knapp 400.000 Mitarbeiter.
Die Rettung der Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) dürfte sich für die japanische Regierung auszahlen. Beim Comeback an der Börse will JAL sieben Milliarden Euro einsammeln. Es ist der weltweit zweitgrößte IPO in diesem Jahr nach Facebook. Ein japanischer Staatsfonds hatte dem Unternehmen nach der Insolvenz 2010 mit rund 3,5 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen und im Gegenzug Anteile übernommen. Diese wären bei dem von JAL nun veranschlagten Preis je Aktie von 3790 Yen rund sieben Milliarden Euro und damit doppelt so viel wert. Der Fonds hat bereits angekündigt, die gesamte Beteiligung bei dem Börsengang verkaufen zu wollen.
Von den Top Ten der größten IPOs aller Zeiten ist der Konzern damit allerdings noch weit entfernt, wie die folgenden Bilder zeigen:
Marktteilnehmer hatten bereits erwartet, dass das Papier an seinem ersten Handelstag anziehen dürfte angesichts des als relativ billig angesehenen Ausgabepreises und der robusten Bilanz. Inzwischen zählt Japan Airlines wieder zu den profitabelsten Fluglinien der Welt.
Am Markt wird gehofft, dass der Börsengang von JAL insgesamt zu einer Stimulierung des Aktienmarktes beitragen wird. Allerdings gibt es auch Zweifel am Markt, ob JAL seine Profitabilität angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Billig-Fluglinien aufrechterhalten kann.






















