Leseraktion: "Herr Otte, ist unser Finanzsystem noch zu retten?"

Leseraktion: "Herr Otte, ist unser Finanzsystem noch zu retten?"

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Professor Max Otte beantwortet die Börsenfragen der WirtschaftsWoche-Leser.

von Georg Buschmann

Welche Aktien sind jetzt kaufenswert? Oder doch lieber eine Immobilie? Viele Leser haben uns ihre Fragen rund ums Thema Geld geschickt, Anlageexperte Max Otte hat geantwortet. Hier eine Auswahl.

Fragen Sie Professor Otte! So lautete der Aufruf an unsere Leser. Und nach dem turbulenten Jahresauftakt an den Börsen haben viele Leser ihre Fragen zur Börse, Aktien, Euro, Zins und Anlagealternativen geschickt. Und Max Otte hat geantwortet.

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PremiumBörsenWoche WiWo-Leseraktion: Max Otte beantwortet Ihre Fragen

Eine Woche lang konnten Sie den Anlageexperten Max Otte mit Fragen rund ums Thema Geld löchern. Hier lesen Sie nun seine Antworten.

BörsenWoche: WiWo-Leseraktion: Max Otte beantwortet Ihre Fragen

Hier finden sie eine kleine Auswahl von Fragen und der entsprechenden Ratschläge des Börsenprofessors. Eine Langversion gibt es in der aktuellen BörsenWoche, dem Finanzbrief der WirtschaftsWoche für Digitalpass-Kunden.

Alexander Dölling via E-Mail: Rohstoff- und Öl-Aktien sind im Keller. Derzeit ist der breite Tenor: Finger weg von diesen Werten, sie werden sich auf Jahre nicht erholen. Andererseits: Die Welt wird weiterhin Rohstoffe benötigen. Zudem bieten diese Werte meist gute Dividendenrenditen. Was also tun?

Diese Frage diskutieren wir in unserem Investmentteam intensiv. Sollte die Weltwirtschaft in eine ernsthafte Krise geraten, bleiben die Preise und Kurse wahrscheinlich noch eine Weile unten. Das ist angesichts durchaus möglich, weil die Politik des billigen Geldes langsam am Ende ist. Wir wissen es aber nicht wirklich. Tatsache ist, dass viele Rohstoffaktien und Ölaktien extrem billig sind. Ein kleiner Portfoliobestandteil kann sich durchaus als Renditeturbo erweisen, wenn man langfristig dabei bleibt.

Max Otte "Unser Geld könnte sich in Luft auflösen"

Der Börsenprofessor und Fondsmanager Max Otte über das Anlagejahr 2015, die Probleme des Rohstoffsektors, die wachsenden Absturzgefahren und die Chancen an der Börse für 2016. Ein Interview.

Max Otte über Geldanlage 2016. Quelle: Andreas Toller für WirtschaftsWoche

Dennis Kautz via Facebook: Gehen Sie davon aus, dass der Kreditzyklus sich seinem Ende nähert oder haben die Zentralbanken noch Möglichkeiten, gegenzusteuern? Erwarten Sie bei einem Ende des Zyklus Inflation oder Deflation?

Der Kreditzyklus müsste am Ende sein, denn wir sind überverschuldet. Allerdings nehmen die Zwangsmaßnahmen der Notenbanken zu. Auch die Diskussion um die Bargeldabschaffung hat den Zweck, Zwangsmaßnahmen zu erleichtern. Wenn das Bargeld weitgehend verdrängt ist, dann können auch Negativzinsen eingeführt werden. Dann befinden wir uns aber schon in einer Wirtschaft wie in der Spätphase der DDR. Möglich ist alles.

Ich mache mir nicht allzu viele Gedanken darüber, ob die Zukunft inflationär oder deflationär werden wird. Unsere Festgeldkonten werden sowieso größtenteils entwertet – in der Inflation eben durch Inflation, in einer Deflation können die Schulden nicht mehr zurückgezahlt werden und es muss eine Währungsreform erfolgen.

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