Lockheed Martin: Trump-Tweet trifft Hersteller des F-35-Kampfjets

Lockheed Martin: Trump-Tweet trifft Hersteller des F-35-Kampfjets

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 15:03 Uhr
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Der amerikanische F-35-Kampfjet wird von Lockheed Martin gefertigt.

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump hat es wieder getan. Der designierte amerikanische Präsident hat nach Boeing via Twitter einen weiteren US-Konzern ins Visier genommen. Das Opfer diesmal: Lockheed Martin. Die Aktie reagiert mit Verlusten.

Die Entwicklung des Militärjets F-35 ist nach Ansicht des künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu teuer. Die Kosten seien außer Kontrolle geraten, heißt es am Montagnachmittag deutscher Zeit auf dem Twitter-Accout des künftigen US-Präsidenten. Trumps Kurznachricht zeigt unmittelbare Wirkung. Die in Frankfurt notierte Aktie von Lockheed Martin rutschte im Anschluss an den Tweet knapp vier Prozent ins Minus.

Der künftige US-Präsident Donald Trump nutzt auch nach seiner Wahl eifrig den Kurznachrichtendienst Twitter – und schreckt damit noch vor seinem Einzug ins Weiße Haus die Wirtschaft auf. Der heutige Tweet liest sich wie eine Kopie des Tweets aus der vergangenen Woche, als Trump den Luftfahrtkonzern Boeing für dessen vermeintliche teure Produktion der Präsidentenmaschine „Air Force One“ kritisiert hatte: „Boeing baut eine brandneue 747 Air Force One für künftige Präsidenten, aber die Kosten sind außer Kontrolle, mehr als vier Milliarden Dollar. Abbestellen!“

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Der Tweet zeigte Wirkung, die Boeing-Aktie geriet vergangene Woche spürbar unter Druck. Doch warum geht er mit solcher Kritik noch vor Amtsantritt völlig unvermittelt an die Öffentlichkeit? „Ich glaube, es ist ein Schuss vor den Bug“, sagte Finanzanalyst D.R. Barton dem Sender CNBC. Es gehe Trump wohl einfach darum, sich vor den großen Rüstungslieferanten zu positionieren.

Die Twitter-Querschüsse stellen einen für US-Unternehmen bislang unbekannten Risikofaktor dar. Bevor Trump Boeing und Lockheed Martin ins Visier nahm, hatte er bereits den Autohersteller Ford in Verlegenheit gebracht. Er brüstete sich damit, Ford vom Verbleib eines Werks in den USA überzeugt zu haben – beim Unternehmen war allerdings nie von einer kompletten Verlagerung die Rede gewesen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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