Luxusaktien: Starker Euro trübt Aussichten

Luxusaktien: Starker Euro trübt Aussichten

, aktualisiert 15. August 2017, 11:06 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die europäischen Luxusgütersektor droht der Verlust ihres neugewonnen Glanzes. Vor allem die Euro-Stärke könnte sich als Belastungsfaktor entpuppen. Besonders ein Unternehmen wäre von Umsatzeinbußen betroffen.

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Das Unternehmen wäre wegen des niedrigen Umsatzanteils in Europa am meisten betroffen.

Die starke Entwicklung des Euro seit Jahresbeginn könnte ein Comeback der europäischen Luxusgüterbranche trüben, die von einer Erholung der chinesischen Konsumausgaben angeschoben wird, sagen Analysten von RBC Capital Markets und HSBC Holdings.

Die europäische Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem Dollar in diesem Jahr bisher etwa zwölf Prozent zugelegt, diese Entwicklung birgt Unsicherheit bezüglich der Touristenströme nach Europa in den kommenden Quartalen, schrieb RBC-Anaylst Rogerio Fujimori. Die Auswirkung wird teilweise durch die Widerstandsfähigkeit des Yuan ausgeglichen, die für die Kaufkraft chinesischer Touristen im Ausland entscheidend ist, führte Fujimori in einer Mitteilung am 11. August weiter aus.

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Der BI Europe Luxury Goods Top Peers Index ist in den vergangenen 12 Monaten etwa 40 Prozent geklettert und hat mehrjährige Verluste aufgeholt, nachdem Chinas Vorgehen gegen Korruption die Nachfrage nach hochwertigen Produkten gedämpft hat. LVMH, Hermes International, Kering SA und andere Unternehmen haben in diesem Jahr eine Erholung der Luxusgüter-Umsätze verzeichnet, nachdem die asiatischen Käufer zurückgekehrt sind.

Zwar würde ein stärkerer Euro den gesamten europäischen Luxusgütersektor treffen, aber Salvatore Ferragamo SpA wäre am meisten betroffen wegen des niedrigen Umsatzanteils in Europa, schrieben HSBC-Analysten in einer Mitteilung vom 8. Aug. Tod’s SpA und Prada SpA sind ebenfalls gefährdet, sagten sie. Swatch Group AG and Burberry Group Plc wären nicht erheblich betroffen, weil sie in Schweizer Franken beziehungsweise Sterling berichten, sagten die Analysten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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