Märkte Fernost: Griechenland macht die Börsen Asiens nervös

Märkte Fernost: Griechenland macht die Börsen Asiens nervös

, aktualisiert 03. November 2011, 07:46 Uhr
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Die Märkte Asiens reagieren auf das Krisentreffen in Cannes

Quelle:Handelsblatt Online

Das angekündigte Referendum Griechenlands hat an den Börsen Asiens bis zur Handelsmitte zu Nervosität geführt. In Tokio setzte der Handel wegen eines Feiertags aus.

BangkokDie Börsen in Fernost haben am Donnerstag Verluste verzeichnet. Die Angst vor einer Ausweitung der Schuldenkrise in Europa drückte die Stimmung und sorgte für einen Ausverkauf von risikoreicheren Anlagen. Bei einem Krisentreffen vor dem G20-Gipfel in Cannes hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy den Druck auf Griechenland erhöht und erklärt, das Land erhalte vorerst keine weiteren Hilfen aus dem internationalen Rettungspaket.

Im Mittelpunkt des Treffens steht das überraschend angekündigte Referendum in Griechenland über die neu verhandelten Hilfen. „Das ist wirklich eine schlimme Situation, da sie andere Euro-Zonen-Mitglieder in die Ecke drängen“, sagte Analyst Jeremy Friesen von Societe Generale. Auch ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone galt nicht mehr als Tabubruch.

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Die Börsen in Südkorea, Australien, Taiwan und Singapur lagen im Minus. Die Märkte in Japan waren wegen eines Feiertags geschlossen. Lediglich in Shanghai ging es nach oben. Vor allem China Life Insurance trieb den Markt.

Zu den stärksten Verlierern bei den Einzelwerten in Asien gehörte der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics. Die Aktien büßten zwischenzeitlich fast 15 Prozent ein. Marktgerüchte hatten den Ausverkauf befeuert. Demnach plant das Unternehmen einen Aktienverkauf im Umfang von rund 890 Millionen Dollar, um sein angeschlagenes Smartphone-Geschäft sowie die verlustreiche Flachbildschirm-Sparte zu stützen. Gewinne von mehr als vier Prozent verzeichnete hingegen der chinesische Computerkonzern Lenovo . Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn verbucht .
Furcht vor einer sich weiter verschärfenden Schuldenkrise hielt auch den Euro im fernöstlichen Devisenhandel weiter unter Druck. Die Gemeinschaftsdevise gab um 0,3 Prozent nach und notierte zum Dollar bei 1,3710 Dollar . Die US-Währung war hingegen als sicherer Hafen gesucht. Der Dollar notierte zum bei 78,01 Yen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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