Manager-Vergütung im Vergleich: Verwalten von ETF-Fonds bringt weniger Gehalt

Manager-Vergütung im Vergleich: Verwalten von ETF-Fonds bringt weniger Gehalt

, aktualisiert 21. Juni 2017, 16:22 Uhr
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Während bei aktiv verwalteten Fonds die Manager die Stars sind, halten sich die Indexfonds-Manager eher im Hintergrund – und bekommen weniger Geld.

von Peter KöhlerQuelle:Handelsblatt Online

Das in Indexfonds angelegte Vermögen stieg in diesem Jahr um mehr als zwölf Prozent. ETF-Managern bringt der Erfolg jedoch wenig. Noch immer haben Manager aktiv verwalteter Fonds in Sachen Boni und Gehalt die Nase vorn.

BerlinDie Branche der Indexfonds-Anbieter befindet sich seit Jahren im Aufschwung. Das insgesamt verwaltete Vermögen im europäischen Markt für Exchange Traded Funds (ETF) kletterte in diesem Jahr bereits um zwölf Prozent auf 579 Milliarden Euro, geht aus Zahlen von Lyxor hervor. Allerdings haben die sogenannten aktiven Fondsmanager, die versuchen, mit gezielter Aktienauswahl einen Index zu schlagen, bei der Vergütung weiter klar die Nase vorn. Laut einer Analyse von Willis Towers Watson verdiente ein normaler aktiver Fondsmanager für Aktien im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung inklusive Boni von 372.000 Euro, sein ETF-Kollege brachte nur 224.000 Euro nach Hause. „Bei den sogenannten aktiv gemanagten Produkten ist der Fondsmanager der Star, bei den passiven Anlagestrategien zählt der beste Algorithmus oder die ausgefeilte Technik“, sagt Florian Frank, Vergütungsexperte bei Willis Towers Watson. Allerdings gehen die meisten Experten davon aus, dass sich bei einem dauerhaften Erfolg der ETFs der Abstand zwischen aktiven und passiven Managern verringern sollte.

Bei den Managern mit Führungsverantwortung sind die Gehaltsunterschiede auf internationaler Ebene noch deutlicher. Ein „Senior Portfolio Manager“, der aktives Fondsmanagement betreut, konnte 2016 im Mittel insgesamt 1,6 Millionen Euro verdienen, sein passiv anlegender Kollege dagegen nur 553.000 Euro. Der Boom bei den passiven Indexprodukten und das Aufkommen der Robo-Berater in der Vermögensverwaltung schlägt sich auch im Anforderungsprofil für die kommenden Manager-Generationen nieder. Gefragt seien heute eher Mathematiker und Statistiker statt BWL- oder VWL-Abgänger, beobachtet Frank. Vor allem die ETF-Anbieter profitierten davon, dass die Indexfonds als Teil der Digitalisierung begriffen würden. „Die Robo-Berater greifen auf die ETFs zu, weil sie die Transparenz des Anlageprozesses und die niedrigen Gebühren schätzen“, erläutert Sascha Specketer von Source. Beispielsweise betrage die Managementgebühr bei den traditionellen Fondsanbietern in der Regel 1,5 Prozent, bei den Indexfonds im Mittel 0,2 Prozent.

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Vor allem die Rekordjagd an den Aktienbörsen hat in den vergangenen Jahren auch das gesamte Gehaltsgefüge in der Finanzbranche durcheinander gebracht. Weil im Investmentbanking die Boni seit der Finanzkrise stark eingebrochen sind, konnten die Asset Manager mächtig aufholen. Seit dem Jahr 2005 haben die Bereichsleiter in der Vermögensverwaltung ihre Gesamtvergütung um durchschnittlich 49 Prozent steigern können, während die Investmentbanker in vergleichbarer Funktion ein Minus von zwölf Prozent hinnehmen mussten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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