Marc Faber: "Die Börsen stürzen ab"

Marc Faber: "Die Börsen stürzen ab"

von Frank Doll

Der berühmte Investor Marc Faber warnt: Die Börsen werden um mindestens 20 Prozent einbrechen, weil der Weltwirtschaft im nächsten Jahr die Puste ausgeht und die Unternehmensgewinne unter Druck kommen. Das globale Finanzsystem werde eines Tages implodieren. Notenbanken und Politik in den westlichen Demokratien riskierten den Zusammenbruch der Gesellschaft.

Den Börsen steht ein massiver Kursrutsch bevor. Das prophezeit der berühmte Investor Marc Faber. Der amerikanische Aktienindex S&P 500 könnte von seinem Top im September bei 1474 Punkten um mindestens 20 Prozent fallen. Der Grund sei nicht Griechenland oder die fiskalische Klippe in den USA. Letztere werde wohl umschifft werden mit ein bisschen Patchwork im Kongress. Republikaner und Demokraten werden sich dort wohl einigen auf ein paar Steuererhöhungen in vielleicht fünf Jahren, und Ausgabenkürzungen in, so Faber, etwa 100 Jahren. Faber glaubt vielmehr, die Märkte werden fallen, weil die Unternehmensgewinne unter Druck geraten und die Weltwirtschaft im nächsten Jahr nur schwach wachsen werde, möglicherweise gar schrumpfen.

Jedes Land habe mit anderen Problemen zu kämpfen. In vielen Ländern Asiens seien es Überkapazitäten, etwa im Immobiliensektor. In der westlichen Welt einschließlich Japan bremsten die hohen Schuldenberge das Wachstum. Faber ist sicher, dass eines Tages das ganze globale Finanzsystem auf null gesetzt wird. Für einen allfälligen Neustart des Systems sorgen werden aber nicht Notenbanken, sondern implodierende Währungs-, Kredit- oder Aktienmärkte. Wer dann noch die Hälfte seines Vermögens von heute habe, könne sich glücklich schätzen. Je länger dieser Tag durch manipulative Markteingriffe von Notenbanken und Politikern in die Zukunft verschoben werde, umso schmerzvoller werde dieser Bereinigungsprozess ablaufen. Notenbanker und Politiker in den westlichen Demokratien riskierten den kompletten Zusammenbruch von Gesellschaften, warnt Faber.

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Der Euro als Integrationsprojekt ist gescheitert

In der Eurozone lassen sich die Konturen von Fabers düsteren Prognosen schon heute erkennen: Je länger der Euro existiert, umso höher werden seine Beerdigungskosten. Das irrwitzige Experiment, den Euro um jeden Preis erhalten zu wollen, schickt die Peripheriestaaten auf direktem Weg in die dritte Welt.

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Der Versuch, Staatshaushalte über Steuererhöhungen, Lohnsenkungen und Sozialabbau konsolidieren zu wollen, führt wegen der massiv einbrechenden Nachfrage zu einer noch stärker schrumpfenden Wirtschaftsleistung und einem dramatischen Anstieg der Arbeits- und Perspektivlosigkeit in der Bevölkerung. Weil den Krisenländern das Ventil der Währungsabwertung fehlt, nimmt der Druck der Straße wegen der wirtschaftlichen Depression immer weiter zu. In der vergangenen Woche eskalierten die Massenproteste in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland. Die europäische Gemeinschaftswährung ist auf dem besten Weg, den Frieden in Europa zu ruinieren und den Kontinent zu spalten. Als Integrationsprojekt ist der Euro gescheitert. Hoffentlich kommen Spanier, Griechen, Italiener und Portugiesen bald zu dem Schluss, dass es besser war, als die Wechselkurse noch schwankten und wenden sich ab vom Euro. Dann wären sich die Bürger in Europa wieder einig und sie hätten sich den Friedensnobelpreis wahrhaft verdient.

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