Marihuana-Branche: Diese Aktie macht high

Marihuana-Branche: Diese Aktie macht high

, aktualisiert 16. Oktober 2016, 14:28 Uhr
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Sechs Milliarden Dollar schwer ist die Marihuana-Branche in den USA.

Quelle:Handelsblatt Online

Die US-Firma Scotts Miracle-Gro ist bekannt für ihre Blumenerde. Seit einem Jahr profitiert sie vom legalisierten Marihuana-Anbau, die Aktie legte um fast ein Drittel an Wert zu. Und der Boom scheint weiterzugehen.

New YorkAuch Aktionäre, die kein Marihuana rauchen, haben ihre helle Freude an der Grünpflanze mit Rauschpotenzial. Wer vor einem Jahr in eines der wenigen Unternehmen aus der jungen US-Marihuana-Industrie investierte, darf sich heute über hohe Gewinne freuen. Die meisten Anleger entschieden sich offenbar für ein Unternehmen, das eigentlich für seine Blumenerde und Gartenprodukte bekannt ist: Scotts Miracle-Gro. Die hohe Nachfrage ließ den Aktienkurs in diesem Jahr um rund ein Drittel nach oben schießen.

Scotts begab sich in den vergangenen 18 Monaten auf eine ausgedehnte Einkaufstour. Das Unternehmen schluckte führende Firmen, die Spezialdünger, Beleuchtungsanlagen und andere Materialien für Hydrokulturen anbieten – die Innenraummethode, die von US-Marihuana-Anbauern bevorzugt wird.

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Umfragen in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Massachusetts, Maine, Nevada und Arizona legen den Schluss nahe, dass dort Volksabstimmungen erfolgreich sein werden, durch die sich die legale Marihuana-Nutzung bald dramatisch ausweiten dürfte. Die sechs Milliarden Dollar schwere legale Marihuana-Branche der USA könnte sich allein dadurch verdreifachen, dass die Wähler in Kalifornien dort im kommenden November eine Freizeitnutzung absegnen. Das geht aus einer Studie des Finanzdienstleisters Cowen & Co. hervor.

165 Filialen der großen Baumarktkette Home Depot erhältlich. „Dies wird als seine Marihuana-Wachstums-Story gesehen“, sagt Analyst Ivan Feinseth von Tigress Financial Partners in New York.

Das Hydrokulturengeschäft von Scotts erwirtschaftet inzwischen einen Umsatz von rund 250 Millionen Dollar pro Jahr. Die Produkte werden hauptsächlich über Spezialläden vertrieben. Doch die Scotts-Marke Black Magic für den Innenraumanbau ist auch in

„In Bundesstaaten, in denen sich die Gesetze in eine Richtung entwickelt haben, die den legalen Anbau von Hanf ermöglichen – in nahezu jedem dieser Staaten – geschieht das über Hydrokulturmethoden“, erklärte Scotts-Finanzchef Randy Coleman bei einer Konferenz im September. „Wir haben den Vorteil, dadurch wachsen zu können.“

Die Hydrokulturenumsätze von Scotts entsprechen weniger als zehn Prozent der 2,9 Milliarden Dollar, die das Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten erwirtschaftet hat. Damit sind die Umsätze zwar relativ gering, doch sie werfen höhere Margen ab, sagt Feinseth. Und die Umsätze könnten abheben, wenn noch weitere Staaten Marihuana erlauben. Scotts wollte auf Nachfrage keinen Kommentar zu dem Thema abgeben.


Wachsendes Potenzial an Konsumenten

„Scotts gehört zu den wenigen börsennotierten Unternehmen, auf die man setzen kann, um tatsächlich am Wachstum der Industrie teilzuhaben“, meint Leslie Bocskor vom Branchenberater Electrum Partners in Las Vegas. „Wenn die Leute sagen, dass sie gerne auf das Wachstum der Hanf-Industrie über ein börsennotiertes Unternehmen wetten wollen, dann gibt es keine große Auswahl.“

Der Anteil der Erwachsenen, die in Bundesstaaten mit erlaubter Freizeitnutzung von Marihuana leben, würde sich laut Bocskor mehr als verdoppeln auf 23 Prozent der US-Bevölkerung, falls alle fünf Abstimmungen im kommenden Monat erfolgreich sind. Massachusetts und Kalifornien könnten seiner Meinung nach das größte Wachstum bringen – sowie Nevada und seine jährlich 45 Millionen Touristen.

Eine Freizeitnutzung ist bereits heute zugelassen in Alaska, Colorado, Oregon, Washington und dem District of Columbia. Eine medizinische Anwendung ist darüber hinaus in 25 Bundesstaaten erlaubt, darunter auch Kalifornien. Scotts zahlte unter anderem 136 Millionen Dollar für einen 75-Prozent-Anteil an Gavita, einem Hersteller von qualitativ hochwertigen Beleuchtungsanlagen. Das Unternehmen „kommt mit der Produktion gar nicht hinterher“, sagte CEO James Hagedorn.

Quelle:  Handelsblatt Online
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