Marktbericht: Dax schließt unterhalb der 6000 Punkte

Marktbericht: Dax schließt unterhalb der 6000 Punkte

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Wertpapierhändlerin in der Frankfurter Börse

Der befürchtete Crash an den Börsen blieb zwar vorerst aus. Der Dax schloss jedoch unterhalb der 6.000er Marke, an den europäischen Börsen ging es auf und ab. In den USA halten sich die Verluste bisher in Grenzen.

Analysten hatten das Schlimmste befürchtet: Die Herabstufung der USA durch Standard & Poor's drohten, die weltweit die Kurse abstürzen zu lassen. Aber alles nur halb so wild, die europäischen Börsen eröffneten nur mit einem leichten Minus. Seitdem tänzelte der Dax zwischen Minus und Plus hin und her. In den ersten Handelsminuten verlor er rund ein Prozent auf 6.180 Punkte. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex bei 6.236 Punkten geschlossen.

In der ersten Handelsstunde drehte der Index sogar ins Plus und verzeichnete knapp 6.270 Punkte. Lange hielt das nicht. Der Dax schloss unterhalb der 6.000er Marke bei 5989,66 Punkten. Das macht ein Minus von 3,95 Prozent. Das Tagestief lag bei 5927,07 Punkten (minus 5 Prozent)

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Verlierer sind BMW ( - 9,14 Prozent), Thyssen Krupp ( - 8,74 Prozent), Infineon ( - 7,67 Prozent), Daimler ( - 7,33 Prozent) und HeidelbergCement ( - 7,01 Prozent) und ). Besonders  standen zur Börsenöffnung Banken und Versicherer da. Ganz vorne dabei: Deutsche Bank, Munich Re und Allianz – nachmittags waren es (Stand 14.35 Uhr) die Allianz ( + 1,05 Prozent), die Deutsche Telekom ( + 0,91 Prozent), die Munich Re ( + 0,83 Prozent) und RWE ( + 0,38 Prozent) die am besten gehandelten Papiere. Meistgehandelte Titel waren Siemens, Daimler, BASF, Deutsche Bank und BMW.

Auch in Asien blieb das ganz große Chaos aus

Auf dem asiatischen Markt ging es dagegen bergab, wobei auch hier die Verluste geringer ausfielen, als zuvor erwartet. In Tokio verlor der Nikkei 2,2 Prozent auf 9092 Punkte, die Börse in Hongkong fiel zwischenzeitlich um 3,8 Prozent auf 20.145,82 Zähler, schloss aber letztlich nur mit einem Verlust von 1,9 Prozent. Der Shanghai Composite gab um 3,6 Prozent auf 2523 Punkte nach. In Seoul ging der Kospi-Index um 3,8 Prozent auf 1.869,45 Punkte runter. Die höchsten Verluste büßten die Börsen Taipei und Shanghai ein. Die Herabstufung der USA durch S&P sei aber nur der Anlass, nicht die wahre Ursache für die Verkaufsorders, sagte ein chinesischer Börsenanalyst im Interview mit Reuters.

Auch in den USA bleiben die Verluste zunächst moderat. Mittlerweile verlor der wichtigste US-Index fast drei Prozent. Der Dow-Jones fiel um  2,8 Prozent auf 11.121 Punkte (Stand: 17.10 Uhr), das bisherige Tief lag bei  11.059,76 Punkten. Der S&P-500 fällt 3,2 Prozent auf 1.161 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index verliert 3,3 Prozent auf 2.450 Punkte.

Goldpreis steigt, Ölpreis fällt

Auch am Derivatemarkt bleiben Panikverkäufe aus. Verkauft wurde am deutschen Derivatemarkt ein Turbo-Call auf den Dax der Citigroup mit Basispreis und Knock-Out-Barriere bei 5.900 Zählern. Dagegen stand ein Turbo-Put der Deutschen Bank mit Basispreis und Knock-Out bei 6.450 Stellen ganz oben auf den Kauflisten. An den Rentenmärkten sind allerdings die drohenden Italien- und Spanienkrisen spürbar: Die Spreads für italienische Staatsanleihen gingen um 60 Prozent, die Risikoaufschläge für spanische Anleihen um 67 Basispunkte zurück (im Vergleich zu den entsprechenden Bundespapieren).

Als Reaktion auf die Herabstufung des Kreditratings stürzte außerdem der Preis der beiden Ölsorten Brent und WTI um 1,9 beziehungsweise 2,3 Prozent ein. Gold dagegen profitiert: 1715,01 Dollar kostet die Feinunze (31,1 Gramm) -  eine neue Bestmarke.

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