Marktbericht Tokio: Kursverluste in Fernost

Marktbericht Tokio: Kursverluste in Fernost

, aktualisiert 08. November 2011, 08:00 Uhr
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Die Tokioter Börse tendiert schwächer.

Quelle:Handelsblatt Online

Sorgen über die Schuldenkrise in Europa behalten die Börsen in Atem. Der Nikkei schloss über ein Prozent im Minus. Auf dem Devisenmarkt konnte sich der Euro jedoch stabilisieren. Er stieg gegenüber Dollar und Yen.

TokioDie Regierungskrise in Italien hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag nach unten gezogen. An der Leitbörse in Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent tiefer auf 8.655 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 1,7 Prozent auf 738 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan und Seoul lagen im Minus. Dagegen legten die Börsen in Hongkong und Shanghai leicht zu.

Anleger machten sich Sorgen, dass die europäische Schuldenkrise als nächstes Italien voll erfassen könnte. Dort steht im Laufe des Tages eine Haushaltsabstimmung im Parlament an, deren Ausgang über das weitere Schicksal des angeschlagenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi entscheidet. Die Investoren warteten außerdem auf die Vorlage wichtiger Geschäftszahlen wie die vom Börsenschwergewicht Toyota , dessen Papiere ein Prozent im Minus schlossen. Der Autobauer legte nach Handelsschluss ein um 18 Prozent auf 80,4 Milliarden Yen gesunkenes Ergebnis für das dritte Quartal vor.

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„Vor der Abstimmung in Italien und der Vorlage der Toyota-Zahlen ist es ein schwerer Tag für den Kauf von Aktien. Die Verkäufer haben die Oberhand. Im Markt herrscht eine schlechte Stimmung“, fasste Yutaka Shiraki die Stimmung. Der Kurs des Finanzhauses Nomura Holdings Inc fiel um 15 Prozent. Auch der weitere Kreise ziehende Skandal um Olympus belastete den Handel. Die Papiere des Kameraherstellers stürzten um 29 Prozent ab. Italien ist hoch verschuldet. Ein Zahlungsausfall der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone würde den Währungsraum vor deutlich größere Probleme stellen als Griechenland.

Auch der Euro blieb unter Druck. Im asiatischen Devisenhandel tendierte die Gemeinschaftswährung mit 1,3749 Dollar nach 1,3773 Dollar im späten New Yorker Montagshandel.

Für besonderes Aufsehen sorgte der Kamerahersteller Olympus mit einem riesigen Bilanzskandal. Das japanische Unternehmen gab am Dienstag zu, dass seit den 90er Jahren angehäufte Investment-Verluste mit Hilfe von Übernahmen verschleiert wurden. Ein Manager muss sofort gehen, die Aktie stürzte um 29 Prozent ab. Seit Ausbruch der Affäre verlor sie mehr als zwei Drittel ihres Werts. Die milliardenschweren Zukäufe standen im Mittelpunkt, seit der geschasste britische Firmenchef Michael Woodford sie Mitte Oktober öffentlich kritisiert hatte. Woodford sagte, er sei gefeuert worden, nachdem er Fragen zu den Deals stellte und sie untersuchen ließ. Das Unternehmen hatte die Übernahmen erst vehement verteidigt, dann unter dem Druck von Aktionären aber doch eine unabhängige Kommission mit der Prüfung beauftragt.

Unter anderem die außergewöhnlich hohen Zahlungen an einen Finanzberater beim Kauf des britischen Medizintechnik-Spezialisten Gyrus vor einigen Jahren seien Teil der Bilanzfälschung gewesen, teilte Olympus jetzt mit. Damals flossen dem Berater vor allem über den Rückkauf eines Aktienanteils insgesamt 687 Millionen Dollar zu - rund ein Drittel des Gyrus-Übernahmepreises von 1,92 Milliarden Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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