Maschinenbauer Manz: "Die asiatische Zahlungsmoral macht uns Probleme"

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InterviewMaschinenbauer Manz: "Die asiatische Zahlungsmoral macht uns Probleme"

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Maschinenbauer Dieter Manz rechnet für 2013 mit einem Rekordumsatz von 250 bis 260 Millionen Euro

von Annina Reimann

Der Unternehmensgründer Dieter Manz über sein neues Geschäftsfeld in der Batterietechnik, die Rückkehr der Solarindustrie, Geschäfte mit Chinesen und das Ziel einer zweistelligen Gewinnmarge.

WirtschaftsWoche: Herr Manz, Sie liefern Maschinen für drei Industrien: Displays, Batterien und Solar. Solar sorgte 2012 für rote Zahlen. Heute hängt Ihr Schicksal an der Displaysparte, die über 60 Prozent zum Umsatz beiträgt. Wieso legt der Umsatz dort zu?

Dieter Manz: Weil Smartphones und Tabletcomputer mit Touchscreens boomen. Bei einigen Maschinentypen zur Produktion dieser Bildschirme sind wir Marktführer. Zuletzt haben wir einen Auftrag über neun Millionen Euro aus China bekommen. Da geht es um OLED-Displays, die weniger Strom verbrauchen – ein großes Wachstumssegment.

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Informationen zur Manz-Aktie (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik) Quelle: FactSet

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Bild: FactSet

Wo bleibt die Diversifikation?

Wir bauen das Geschäft mit Batterien aus, bislang unser kleinstes Standbein. Elektroautos waren für uns der Einstieg in die Batterietechnik. Dort werden leistungsstarke Batterien gebraucht, die bestehen aus einzelnen Folien. In kleinen Batterien werden Folien gewickelt, in großen gestapelt. So ist die Fläche größer, man kann mehr Energie zuführen. Die Stapeltechnik entwickeln wir für Smartphones weiter. Im Auftrag eines sehr namhaften US-Kunden aus der Smartphone-Industrie entwickeln wir eine Maschine für Batterien mit Stapeltechnik. In zwei bis drei Monaten rechne ich mit ersten Bestellungen für Maschinen aus diesem Bereich.

Wie groß soll das neue Geschäftsfeld werden?

Es könnte binnen eines Jahres auf 10 bis 15 Prozent vom Umsatz wachsen.

Denken Sie auch an Zukäufe?

Ja, diese Möglichkeit besteht immer. Im Bereich Batterie gibt es Prozesse, die wir nicht abdecken, in denen andere aber schon ausgezeichnet sind. Da wollen wir uns verstärken.

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Wie viel Prozent der Aufträge kommen aus China?

Aktuell mehr als die Hälfte.

2012 haben Sie 31 Millionen Euro Verlust gemacht, auch, weil Chinesen nicht gezahlt haben. Wie hat sich die Zahlungsbereitschaft entwickelt?

Die Zahlungsmoral ist eins der Probleme, mit denen man zu kämpfen hat, wenn man Geschäft in Asien macht. Es kann schon mal einige Monate dauern, bis man Geld bekommt. Ausfälle waren vor allem ein Thema aus der Solarwelt. Das Problem war, dass China die Marktführerschaft anstrebte und massiv investierte. So wurde allein in China die doppelte Kapazität des Weltmarktes aufgebaut. Jeder versuchte daraufhin, über Preiszugeständnisse seinen Marktanteil auszubauen. Da hat keiner mehr Geld verdient. Also wurde seit Mitte 2011 schlagartig nicht mehr investiert. Daher konnten wir einige Maschinen nicht mehr an chinesische Kunden ausliefern und mussten letztes Jahr auch einige Forderungen abschreiben.

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