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Max Otte: Das sind die Lieblingsaktien

Max Otte: Auf diese Aktien setzt Crash-Professor Otte

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Das sind die Lieblingsaktien


Gegen Kerviels fünf Milliarden nimmt sich der Verlust, den Kweku Adoboli der Schweizer Großbank UBS im Jahr 2011 eingebracht hat, fast mickrig aus: 2,3 Milliarden Dollar sollen seine Handelsgeschäfte die UBS gekostet haben. In dem Prozess gegen ihn, der dieser Tage beginnt, plädiert Adoboli auf nicht schuldig.

Bild: REUTERS

Und wo sollten Anleger suchen?  Zunächst gibt der Crashprofessor einige allgemeine Hinweise, die eigentlich jedem Anleger geläufig sein müssten. Schauen Sie auf Branchen oder Länder, die eigentlich niemanden interessieren. Japan sei ein gutes Beispiel gewesen nach der Atomkatastrophe in Fukushima, sagt Otte. Niemand wollte im März 2011 etwas von japanischen Aktien wissen. Die Kurse waren nach dem verheerenden Unfall abgesackt. Otte dagegen griff zu.

Auf seiner Liste hatte er Shimano stehen, den bekannten Hersteller von Fahrradgangschaltungen. Ein Unternehmen, seit Generationen in Familienbesitz und ebenso lange profitabel, dazu fast schuldenfrei. Aus Ottes Sicht damals ein echtes Schnäppchen.

Derzeit hat der Kölner vor allem die südeuropäischen Börsen im Blick, allen voran Griechenland, von Investoren seit Jahren verschmäht und abgestraft. Die Kurse in Athen hätten vermutlich den Boden erreicht, sagt Otte. Hinter vielen Unternehmen steckte mehr Substanz, als es die Börsenbewertung vermuten ließe. So wie im Falle der griechischen Telekom OTE etwa.

Selbst wenn die Griechen aus dem Euro austräten, wäre das keine Katastrophe, meint der Kölner Investor. Kurzfristig würde es vermutlich nochmal krachen, auf lange Sicht sollte die Wiedereinführung der Drachme allerdings ein wahrer Segen sein für die griechischen Unternehmen. Die schwache Währung würde sie auf einen Schlag deutlich wettbewerbsfähiger machen im internationalen Vergleich. Die Exporte griechischer Produkte würden wieder steigen.

Was aus 1000 Euro in zehn Jahren wurde

  • Deutscher Aktienindex (Dax)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

  • Dow Jones

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

  • EuroStoxx 50

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

  • Nikkei

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

  • Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

  • MSCI Emerging Markets

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

  • Gold

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

  • Silber

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

  • Öl

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

  • Weizen

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

  • Kaffee

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

  • Staatsanleihen (Rexp)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

  • Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

  • Sparbuch

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.092 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

  • Tagesgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.192 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

  • Festgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.239 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Aber nicht nur Griechenland beobachtet Otte derzeit genau. Auch in Spanien oder Italien gäbe es lukrative Gelegenheiten, meint der Investor. Auf der Liste der interessanten Unternehmen steht unter anderem Mediaset, der Medienkonzern von Silvio Berlusconi, dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten.

Aber auch in Deutschland gibt es interessante Unternehmen. Zu finden sind sie innerhalb von Branchen, die von Investoren derzeit kaum beachtet würden, der Stahlindustrie beispielsweise. Eines der derzeitigen Lieblingsunternehmen kommt daher aus dem südlichen Niedersachsen, der MDax-Konzern Salzgitter.

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Ein solides Unternehmen sei das, schreibt Otte, mit einem Umsatz von beinahe zehn Milliarden Euro und einer Kapazität von rund acht Millionen Tonnen Rohstahl. Trotz Euro-Schuldenkrise verdiene das Unternehmen ordentlich, schreibt Otte, auch wenn die vergangenen Monate für die Branche nicht leicht gewesen seien. Zwar sei das Unternehmen sehr konjunkturabhängig, der Aktienkurs schwankt also mitunter kräftig. Allerdings gehöre Salzgitter aufgrund seiner Weltmarktstellung zu den solidesten und beständigsten Unternehmen in Deutschland.

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