MDax, SDax & Co.: Dividendenperlen aus der zweiten Reihe

MDax, SDax & Co.: Dividendenperlen aus der zweiten Reihe

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Die hohen Ausschüttungen vieler Nebenwerte sorgen bei privaten wie institutionellen Anlegern für Freude

von Andreas Toller

Dax-Aktionäre freuen sich in der laufenden Dividenden-Saison über Ausschüttungen in Rekordhöhe. Doch viele kleine und mittlere Aktien aus MDax und SDax sind deutlich besser – in mehrerlei Hinsicht.

Nachdem der Dax im August vorigen Jahres beinahe sein Allzeit-Hoch erreicht hatte, fraß die anschließende Kurskorrektur die Kursgewinne schnell wieder auf. Seitdem bewegt sich der wichtigste deutsche Aktienindex unter starken Schwankungen seitwärts. Enttäuschten Aktionären bietet die Dividende Trost: 27,8 Milliarden Euro schütten die Dax-Unternehmen in diesem Jahr aus. Das ist fast soviel wie im Rekordjahr 2008 und 5,1 Prozent mehr als 2011, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mit der FOM Hochschule errechnet hat.

Angesichts des Ausschüttungsvolumens sind mehr als fünf Prozent Steigerung sicher beachtlich. Aber im Vergleich zu MDax- und SDax-Aktien sind das kleine Schritte: Im MDax stieg die Dividendensumme von knapp 2,9 Milliarden Euro auf mehr als 3,5 Milliarden Euro – ein Plus von 23,6 Prozent. Noch rasanter nahmen die Ausschüttungen im SDax zu: von 567 auf 827 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg von 45,7 Prozent.

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Jenseits des Blue-Chip-Index Dax finden sich echte Dividendenperlen. Gemessen an den hohen Ausschüttungen und gepaart mit guter Kursentwicklung sind die Aktien aus der zweiten Reihe erste Wahl. Götz Albert, Partner und leitender Portfoliomanager beim Investmentfondsanbieter Lupus Alpha, betrachtet das als teilweise systembedingt: „Viele der Unternehmen besetzen lukrative Nischenmärkte, in denen die Wachstumschancen jedoch begrenzt sind oder deren Wachstum keinen großen Kapitaleinsatz fordert. Somit bleibt ein großer Teil des Gewinns für Ausschüttungen.“

Zwar fließen seitens der Dax-Konzerne deutlich höhere Summen an die Aktionäre, bei MDax und SDax ist die Dividendenentwicklung jedoch überproportional gut. Das sollte eigentlich mehr Anleger in Aktien aus diesen Indizes locken. Selbst im Dax stammt ein Drittel der langfristigen Performance für Anleger aus den Dividendenzahlungen. Da sich die Dividenden in den Indizes MDax und SDax dynamischer entwickeln, muss der Effekt auf die Anlageperformance entsprechend größer sein.

Dass der Fokus in der Regel auf den schwergewichtigen Dax-Aktien ruht, wird den kleinen und mittleren Werte nicht gerecht. Zumal im MDax durchaus auch Schwergewichte notieren, wie etwa der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der Axel Springer Verlag, der Rückversicherer Hannover Rück oder der Bekleidungshersteller Hugo Boss. „Viele Investoren müssen zwangsweise in Large Caps, also die schwergewichtigen Aktien wie im Dax, investieren“, sagt Fondsmanager Albert. „Small und Mid Caps, also etwa die Aktien aus MDax und SDax, müssen die Investoren erst einmal für sich gewinnen. Das versuchen sie auch über hohe und vor allem regelmäßige Dividendenzahlungen.“

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