Musterdepots: Anleger freuen sich auf die Zinserhöhung

Musterdepots: Anleger freuen sich auf die Zinserhöhung

, aktualisiert 14. März 2017, 10:32 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Was Ulf Sommer von den kommenden Zinserhöhungen in den USA erwartet.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Eine erneute Anhebung der US-Zinsen gilt inzwischen als gesetzt. Insofern dürften die Börsen am Mittwoch nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Denn noch freuen sich Anleger darüber, dass die Konjunktur gut läuft und deshalb die Zinsen steigen. Das entspricht durchaus der Entwicklung früherer Zinsanhebungen. Aber der Tag wird kommen, an dem sich dieses Muster umkehrt und die höheren Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen – und auch attraktivere Anleiherenditen – im Vordergrund stehen. Dann werden die Aktienkurse fallen. Doch so weit ist es noch nicht. Noch.

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Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Aktienkernportfolio, das rund 70 Prozent unseres Musterdepots ausmacht und derzeit 15 Einzeltitel enthält, weist im Vergleich zum breiten Stoxx Europe 600 Index eine signifikante Unterbewertung auf. Das gewichtete Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 0,89, das gewichtete Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 1,46 und das gewichtete Kurs-Cashflow-Verhältnis bei 5,4. Laut unserem Bewertungsmodell gehören alle 15 Aktien zu den günstigsten 25 Prozent aller Titel des Anlageuniversums. Die relative Unterbewertung des Portfolios bleibt gegenüber dem Vergleichsindex intakt.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die EZB hält ihre aktuelle lockere Geldpolitik für angemessen. Die Notenbanker sind trotz der gestiegenen Inflationsrate auf ihrer Ratssitzung ruhig geblieben. Mario Draghi hat in Aussicht gestellt, dass die Leitzinsen „weit“ über das Ende der Wertpapierkäufe „auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden“.

Die EZB hielt zudem daran fest, das Wertpapierkaufvolumen auf 60 Milliarden Euro zu senken. Hinsichtlich der Kaufdauer zielt sie weiter auf Dezember 2017 ab. Ist eine „nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung“ nicht zu erkennen, können sie fortgesetzt werden.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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