Musterdepots: Anleger wollen Währungsrisiko ausschalten

Musterdepots: Anleger wollen Währungsrisiko ausschalten

, aktualisiert 03. Dezember 2017, 14:54 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer beschäftigt sich mit den US-Technologieaktien.

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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Technologieaktien im US-Börsenbarometer S&P 500 haben sich im Vergleich zum Durchschnitt anderer Sektoren 2017 um 20 Prozent besser entwickelt. Ist das eine Blase an den Finanzmärkten, die bald platzen wird? Die Deutsche-Bank-Tochter Asset Management hat die vergangenen 27 Jahre untersucht und zeigt auf: Seit 1990 betrug die durchschnittliche Outperformance des jeweils besten Sektors 22,8 Prozent gegenüber dem Median. Wer nach Blasen an den Finanzmärkten sucht, sollte damit nicht ausgerechnet bei Technologieaktien anfangen, kommentieren die Analysten.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Ein weiteres Indiz für das prozyklische Verhalten vieler Anleger stellt in den letzten Monaten eine hohe Nachfrage nach währungsgesicherten ETFs dar. In der Regel denken allerdings die Investoren an derartige Absicherungen erst dann, wenn die großen Kursverluste bereits realisiert sind. Unseres Erachtens lohnt sich eine grundsätzliche Entscheidung für oder gegen eine Absicherung der Wechselkursrisiken, die dann konsequent umgesetzt wird. Somit wird die Gefahr vermieden, den kurz- und mittelfristigen Wechselkursbewegungen, die kaum vorhersehbar sind, hinterherzulaufen.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

In den USA erreichen die Börsen mit Blick auf die Steuerreform neue Höchststände. Die deutsche Industrie ist im abgelaufenen Monat mit rekordverdächtiger Dynamik gewachsen, der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie stieg auf 62,5 Punkte, seit 1996 war er nur einmal höher bewertet. Weil das Zinsumfeld in Europa niedrig bleiben wird, erscheinen Kapitalanlagen in Sachwerten (Immobilien, Aktien) hierzulande weiterhin alternativlos.

Jedoch, noch hat der US-Senat nicht über die Steuerreform abgestimmt und noch bietet der starke Euro ausländischen Investoren einen Anreiz, europäische Aktien zu verkaufen – daher fehlt zum Beispiel dem Dax aktuell die Euphorie der Wall Street.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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