Musterdepots: Auftakt für einen heißen September

Musterdepots: Auftakt für einen heißen September

, aktualisiert 05. September 2016, 18:48 Uhr
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Alexander Kovalenko

Quelle:Handelsblatt Online

In dieser Woche wird der Rat der Europäischen Zentralbank über den weiteren geldpolitischen Kurs in der Euro-Zone entscheiden. Wie die Anlageexperten der Musterdepots die Lage an den Finanzmärkten einschätzen.

Einmal im Monat widmen wir uns dem Thema der Bewertung des Aktienkernportfolios, das rund 70 Prozent unseres Musterdepots ausmacht und derzeit 15 Einzeltitel enthält. Der Rest wird in die Zertifikate auf Basis der ausgewählten Strategien von der innovativen Social-Trading Plattform wikifolio.com investiert. Das Aktienkernportfolio weist im Vergleich zum breiten Stoxx Europe 600 Index eine signifikante Unterbewertung auf. Die gewichtete Dividendenrendite liegt bei etwa 3,7 Prozent, das gewichtete Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 1,3 und das gewichtete Kurs-Cash-Flow-Verhältnis bei 7,7.

Laut unseres Bewertungsmodells gehören zwölf von 15 Aktien zum Top-Quartil, das heißt zu den günstigsten 25 Prozent aller Titel des Anlageuniversums. Die relative Unterbewertung des Portfolios ist trotz einer merklichen Outperformance des Musterdepots gegenüber dem Vergleichsindex nur leicht zurückgegangen.

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Zu den bisher erfolgreichsten Aktieninvestments gehören unter Berücksichtigung aller stattgefundenen Ausschüttungen UPM Kymmene, Peugeot und Iberdrola. Alle drei Positionen werden seit Auflage des Musterdepots Anfang Februar 2014 gehalten. Neben der Unterbewertung zählt eine niedrige Zahl der Transaktionen, was kostensparend wirkt, zu den wichtigsten Merkmalen des Musterdepots.


Positiver Start in die Woche

Der deutsche Aktienmarkt begann die neue Woche mit Gewinnen. Der Dax legte zu. Er ging mit einem Plus 0,27 Prozent bei 10.712,17 Zählern in den Handel. Der TecDax notierte ebenfalls in der Gewinnzone. Er eröffnete 0,3 Prozent fester bei 1.759 Punkten. Der starke Trend nach den US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag setzte sich auch zu Beginn der neuen Woche fort. Der Dax nimmt das Jahreshoch bei 10 802 Punkten ins Visier, das der deutsche Leitindex Mitte August erreicht hatte. In den USA ist wegen des Labour Days die Börse am Montag geschlossen gewesen, daher blieben Impulse von der Wall Street aus.

In dieser Woche wird der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über den weiteren geldpolitischen Kurs in der Euro-Zone entscheiden. Dies dürfte der Auftakt für einen „heißen September“ der Notenbanken sein: Eine Woche nach der EZB, am 15. September, folgt die Bank of England, die nach dem unerwarteten umfangreichen geldpolitischen Maßnahmenpaket von Anfang August zur Beschränkung der Brexit-Folgen schauen muss, wie es weitergeht. Am 21. September entscheiden dann die US-Notenbank (Fed) und die Bank of Japan.

Aufgrund der anstehenden Notenbank-Sitzungen und einer möglichen weiteren expansiven Geldpolitik der EZB werden wir sicherlich im Vorfeld der Sitzung am Donnerstag noch Anleihen erwerben.


Mehr Aktivität zu erwarten

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen ... Dieser Spruch gilt nicht für die Chefs der Notenbanken. Ginge es nach den Anlegern am Kapitalmarkt, dürften sich Janet Yellen und Mario Draghi mit Zinserhöhungen gern noch viel Zeit lassen – je niedriger die Zinsen, desto attraktiver die Investments in Aktien. In den USA rechnet nach den mäßig guten Arbeitsmarktzahlen kaum noch jemand mit einer Zinserhöhung im September, die meisten Beobachter halten inzwischen eine Erhöhung im Dezember für wahrscheinlich.

In Europa ist eine baldige Zinserhöhung noch unwahrscheinlicher. Hier wird vielmehr auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik spekuliert. Die Europäische Zentralbank nähere sich einem „QE3“, einer weiteren quantitativen Lockerung, meinen hiesige Ökonomen. Das könnte zum einen eine Fortsetzung des Anleihekaufprogramms bedeuten – was inzwischen nicht nur Staats-, sondern auch Unternehmensanleihen umfasst.

Nachdem die Börsenumsätze in den Sommermonaten teils recht mau ausfielen, dürfte es nun wieder mehr Aktivität geben. Dafür spricht zum einen die weiter lockere Geldpolitik, aber auch die Erfahrung. Nicht umsonst heißt eine alte Börsenweisheit: „Sell in May and go away - but remember to come back in September.“

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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