Musterdepots: Der Anleger und sein Auto

Musterdepots: Der Anleger und sein Auto

, aktualisiert 07. November 2017, 15:06 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer nutzt die Bilanzvorlage von BMW für einen Blick auf die deutsche Auto-Branche.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

BMW zählt gemeinsam mit Daimler und VW zu den günstigsten Aktien im Dax. Im dritten Quartal fiel der Nettogewinn leicht um zwei Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, der Umsatz stagnierte bei 23 Milliarden Euro. Das ist immer noch viel, Anlegern aber nicht genug. Die Aktie verlor nach Vorlage der Bilanz deutlich. Deutlich wird dabei auch: Wer glaubt, dass mit der niedrigen Bewertung der Autoaktien alle schlechten Nachrichten bereits im Kurs enthalten sind, liegt falsch. Autokonzerne, die von fossilen Brennstoffen wie Benzin und Diesel abhängig sind, haben es an der Börse schwer.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot beinhaltet neben einem Aktienkernportfolio fünf ausgewählte Zertifikate von der Social-Trading-Plattform wikifolio.com. Zwei davon haben im August ihr jeweiliges Allzeithoch markiert. Dazu gehören das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-Wikifolio von Holger Degener und das „ETF-Werte des ICAX“-Wikifolio von Uwe Freier. Während das erste genannte Wikifolio auf Basis von fundamentalen Kriterien verwaltet wird, investiert Freier überwiegend in Unternehmen aus der Internet-Content-Economy, die den Großteil ihres Umsatzes über das Internet erzielen.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sinkende Ölvorräte in den USA sowie die Förderkürzung wichtiger Ölstaaten sorgen für den aktuellen Höhenflug des Ölpreises. Die Nordseesorte Brent notiert auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Davon profitiert auch die norwegische Statoil ASA aus unserem Privatbank-Depot. Der Kurs der Aktie an der Börse Oslo ist auf 170,50 norwegische Kronen gestiegen – damit ist Statoil so wertvoll wie zuletzt im Jahr 2014. Dies nutzen wir zum Verkauf der Position. Neben dem Kursanstieg von mehr als 7,5 Prozent hat uns die Aktie 2017 eine Dividendenrendite von 4,53 Prozent beschert.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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