Musterdepots: Der Sommer ist noch lang

Musterdepots: Der Sommer ist noch lang

, aktualisiert 14. August 2017, 18:21 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Die wichtige Frage der Strategen: Ist die Korrektur schon ausgestanden?

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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ist die Korrektur schon ausgestanden? Gut 1000 Punkte hatte der Dax seit seinem Hoch verloren, rutschte bis auf die 200-Tage-Linie, dem Kursdurchschnitt der vergangenen 200 Handelstage, prallte daran ab, um von dort aus nach oben durchzustarten. Geradezu idealtypisch. Insofern erwies sich am Freitag der Kauf weiterer Dax-ETFs als goldrichtig. Bislang. Doch der Sommer ist noch lang – und die Korrektur womöglich noch nicht ausgestanden. Im Moment drängt viel Geld an die Börse, für das Anleger angesichts der Nullverzinsung für Tagesgeld keine bessere Anlagemöglichkeit finden.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die europäischen Aktienmärkte gerieten in der vergangenen Woche unter Druck. Unter anderem verzeichneten Bankenaktien erhebliche Kursverluste. Mit dem schweizerischen Versicherer Baloise haben wir nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio. Bankenaktien haben wir von Beginn an aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Dies hängt nicht mit den aktuellen Problemen der Finanzinstitute zusammen, sondern mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen. Zusätzlich wird die Profitabilität der Banken unseres Erachtens solange unter Druck bleiben, bis Umfeld um Nullzinsen und geringen Wachstumsperspektiven endgültig der Vergangenheit angehört.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Nachdem sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel über das Wochenende etwas entspannt hat, fassen viele Anleger wieder Mut. Die europäischen Indizes liegen deutlich im Plus. Wir interpretieren die Gewinne an den Börsen nur als kurze Erholung, da sich bisher keine Lösung der Nordkorea-Krise abzeichnet. Einen Aktienzukauf erwägen wir weiterhin erst unterhalb von 12.000 Punkten. Die Goldposition entwickelt sich hingegen sehr erfreulich. Sollten die Renditen der Staatsanleihen in Italien weiter fallen, so würden wir uns gerne von unserem ETF auf italienische Staatsanleihen trennen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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