Musterdepots: Der Umbau geht weiter

Musterdepots: Der Umbau geht weiter

, aktualisiert 07. März 2017, 18:01 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Das Redaktionsdepot wird von Ulf Sommer weiter umgebaut. Er setzt auf eine Traditionsfirma.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Wir haben zu viel Bargeld, trotz der Risiken an der Börse. Wir kaufen Anteile an einem Unternehmen, das dreimal in gut einem Jahr seine Prognose anhob und anschließend auch lieferte. Die Münchener profitieren vom radikalen Konzernumbau und den Fokus auf margenstarke Geschäftsfelder. Milliardenerlöse winken aus Konzernabspaltungen, wie der Gesundheitstechnik und dem Windkraftgeschäft.

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Die Aktie, Siemens, kletterte gerade auf ein Allzeithoch, wir folgen diesem Trend. Gemäß der Weisheit, dass sich Trends an der Börse und im realen Leben häufiger fortsetzen als umkehren.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot enthält derzeit neben 15 Einzelaktien fünf Zertifikate auf Basis der ausgewählten Wikifolios von der innovativen Social-Trading-Plattform wikifolio.com. Eines davon ist das „SR wisdom capital spekulativ“-Wikifolio von Sebastian Reese. Die Stärke von Herrn Reese und seines Wikifolios liegt in einem selbstentwickelten aktiven Trading-Ansatz. Dieses Wikifolio wurde von uns zwecks Strategiediversifikation bei unserem sonst sehr fundamental ausgerichteten Musterdepot beigemischt.

In den letzten Tagen hat der Portfoliomanager einige Transaktionen durchgeführt. So hat er die Monsanto-Position mit rund sieben Prozent Gewinn komplett verkauft. In seinem Kommentar schreibt Herr Reese, dass er zwar von einer erfolgreichen Übernahme von Monsanto durch Bayer ausgehe, es könne aber noch monatelang dauere, bis die Kartellbehörden zugestimmt haben.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Experten und Führungskräfte aus der Energie-Industrie treffen sich jährlich auf der CERA-Week, welche in diesem Jahr bis zum 10. März in Houston stattfindet. Dort hat der CEO der in unserem Musterdepot enthaltenen Statoil ASA bekannt gegeben, bis zum Jahr 2030 die Investitionen in erneuerbare Energien von aktuell 5 Prozent des gesamten Investitionsvolumens auf 15 bis 20 Prozent zu erhöhen. Damit begegnet Statoil ASA einer künftig erwartet schwächeren globalen Nachfrage nach fossiler Energie. Der zuvor schon gute ESG-Wert wird sich dadurch im Bereich Environment nochmals verbessern, aktuell ist Statoil wie folgt aufgestellt: Environment (E) = 89,72; Social (S) = 65,72 und Governance (G) = 85,69. Dadurch ergibt sich ein Gesamt-ESG-Wert von 80,38. Zusammen mit den Punkten für Wirtschaftlichkeit (79,87) zeigt Statoil einen guten Gesamt-OMS-Durchschnittswert von 80,13.

An der deutschen Börse gewinnt die Aktie ein halbes Prozent. Wie Anfang Februar erläutert, beobachten wir die Kursentwicklung von Statoil ASA (nach Ankündigung von Sparmaßnahmen) wegen eines möglichen Verkaufs, sind jedoch auch wegen der guten Dividendenrendite in Höhe von 4,76 Prozent sehr entspannt.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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