Musterdepots: Des Goldes ewiger Ruf

Musterdepots: Des Goldes ewiger Ruf

, aktualisiert 09. Oktober 2016, 17:13 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Gleich mehrere Faktoren haben den sicheren Hafen Gold jüngst unter Druck gesetzt. In dieser Gemengelage sehen die Goldmänner von Goldman Sachs Chancen für das begehrte Edelmetall. Was Georgios Kokologiannis davon hält.

Sollte der Goldpreis wesentlich unter sein inzwischen erreichtes Niveau von 1250 US-Dollar weitersinken, könnte dies strategischen Investoren eine Einstiegsmöglichkeit bieten. Das geben Experten von Goldman Sachs zu bedenken, nachdem die Notierung des Edelmetalls zuletzt den größten Wochenverlust seit zwei Jahren verbucht hat.

Auch ich glaube, dass spätestens im Bereich zwischen 1 100 und 1 200 US-Dollar der Verkaufsdruck nachlassen wird. Soviel kostet es Minen im Durchschnitt, um eine Unze Gold aus dem Boden zu fördern. Doch das Erholungspotenzial nach einer Bodenbildung der Notierung erscheint mir mittelfristig zu gering, um hier Käufe für das Musterdepot in Erwägung zu ziehen.

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Maßgeblich für die jüngsten Preisrückgänge ist schließlich die Erwartung der Marktakteure, dass die US-Notenbank spätestens ab dem Jahresende nicht mehr um eine Leitzinsanhebung umhin kommen wird. Das lässt die US-Währung derzeit aufwerten - und drückt im Gegenzug auf den in Dollar gemessenen Goldpreis. Und je näher eine mögliche geldpolitische Straffung in den USA rückt, desto stärker wird dieser Effekt zum Tragen kommen.


Wie viel Boom in der Beschäftigung braucht es noch?

Ende letzter Woche haben die Börsianer auf die neuesten Daten vom US-Arbeitsmarkt geschaut. Laut des Arbeitsministeriums wurden im September außerhalb der Landwirtschaft 156.000 neue Stellen geschaffen. Die vom Informationsdienst Reuters befragten Ökonomen haben mit 175.000 neuen Jobs gerechnet. Nachdem die Daten des Vormonats etwas nach oben korrigiert wurden, schafft die US-Wirtschaft nun in diesem Jahr monatlich im Durschnitt rund 180.000 neue Arbeitsstellen.

Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote lag im September bei niedrigen fünf Prozent. Laut der FED-Chefin Janet Yellen braucht die US-Wirtschaft etwa 100.000 neue Jobs im Monat, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten zu können. Somit befindet sich der US-Arbeitsmarkt in einer Boom-Phase, selbst wenn die Zahl für den letzten Monat etwas schlechter ausgefallen ist als erwartet.

Von der Seite des Arbeitsmarktes steht also einer weiteren Zinserhöhung nichts im Wege. Es ist allerdings äußerst unwahrscheinlich, dass dies bereits bei der nächsten FED-Sitzung geschieht, welche Anfang November kurz vor den Präsidentschaftswahlen stattfinden wird. Viele Marktteilnehmer rechnen nun damit, dass der Leitzins im Dezember angehoben wird. Eine entschiedene Tatsache ist dies allerdings noch nicht.    


Augen auf die Lufthansa

Die herrschende Unsicherheit durch die Entwicklung der Ölpreise tangiert auch die Lufthansa. Bei unserer Lufthansa Anleihe (XS1271836600) handelt es sich um eine Nachranganleihe. Von großer Bedeutung ist daher die Bonität, aber auch die Aktienkursentwicklung des Emittenten. 

Die Lufthansa konnte mit der Komplettübernahme der Brussels Airline sowie der voraussichtlichen Anmietung von 40 Air-Berlin-Maschinen, gleich zwei Erfolge erringen. Insbesondere das Tochterunternehmen Eurowings soll die Kapazitäten ausbauen und zu Ryanair und EasyJet als drittgrößtem europäischen Billigfluganbieter aufsteigen. Die Verkehrszahlen der Lufthanse für September dürften am Dienstag einen guten Einblick geben.

Bei der Anleihe der Lufthansa erhalten wir bis zum 12.02.2021 einen Kupon von 5,125 Prozent, in den darauffolgenden Perioden steigt der Aufschlag in 2026 und in 2041 bis auf 503,3 Basispunkte. Die Bonität der Lufthansa ist von der Ratingagentur Moody’s nur mit Ba1 bewertet, damit liegt sie knapp unter Investmentgrade. Daher beobachten wir die Entwicklung der Lufthansa sehr genau.

Auch wenn der Anleihenkurs nach den Äußerungen der Fed sowie der vermeintlichen Meldung über das Rückführen der Anleihenkäufe bei der EZB etwas gefallen ist, da dies höhere Kurz- und Langfristzinsen implizierte, halten wir noch weiter an der Anleihe fest. Sollte der Kurs aufgrund der schwachen Zinsentwicklung sich wieder verbessern, können wir uns einen Verkauf in naher Zukunft vorstellen.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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