Musterdepots: Die berechenbaren Absichten der EZB

Musterdepots: Die berechenbaren Absichten der EZB

, aktualisiert 08. September 2016, 17:31 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Die Zentralbank steht bei verschiedenen Interessengruppen in der Kritik für ihren ultraexpansiven Kurs. Doch nicht nur der stößt auf Unverständnis. Georgios Kokologiannis nähert sich mal aus einer anderen Perspektive.

Wo eine große Nachfrage ist, da kommt schnell ein entsprechendes Angebot auf den Markt. Diese Wirtschaftsregel gilt auch für das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn seit deren Präsident Mario Draghi im Marz die Ankaufpläne verkündet hat, haben die Banken EZB-fähige Firmenanleihen im Volumen von mehr als 110 Milliarden Euro begeben - mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Offenbar berücksichtigen die Banken vor der Anleiheemission bereits die Vorgaben der EZB. So einfach können Geldinstitute in diesen schwierigen Zeiten noch Geschäfte machen.

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Kein Wunder, dass das Kaufprogramm auf Kritik stößt. „Wenn eine Seite ihre Absichten so berechenbar zeigt, wie es die EZB getan hat, fällt es den anderen Marktteilnehmern leicht, darauf bereits im Vorfeld zu reagieren und die Marktmechanismen auszuhebeln“, schreibt die Baader Bank und fragt: „Hätte nicht einfach die bloße Ankündigung der EZB, ein Aufkaufprogramm starten zu wollen, genügt? Die Rolle als verdeckter Finanzmarktpolizist wäre vielleicht sinnvoller gewesen.“

Zumal die EZB durchaus mit Hochdruck ihr Ankaufprogramm vorantreibt. So hat die Notenbank bisher im Wochenschnitt Unternehmensanleihen im Wert von ca. 1,7 Milliarden Euro gekauft.


China weckt Hoffnung auf mehr

Am Donnerstag gab es positive Konjunkturnachrichten aus Asien. China und Japan – die jeweils zweit- und drittgrößte Volkswirtschaften der Welt – konnten die Experten positiv überraschen. In China sind die Importe im August um 1,5 Prozent zur Vorjahresperiode angesprungen, während die Ökonomen von einem signifikanten Rückgang von 4,9 Prozent ausgegangen sind. Vor allem die starke Nachfrage nach Rohstoffen war bei diesem Anstieg ausschlaggebend. Gleichzeitig sind die Exporte leichter gefallen als erwartet.

Aufgrund der wichtigen Stellung Chinas bei den internationalen Wirtschaftsbeziehungen gilt die Dynamik des Außenhandels im Reich der Mitte als eine Art Barometer für die globale Konjunktur. Sollte es sich im August um keinen positiven Ausrutscher, sondern um eine Trendwende handeln, wäre dies ein sehr positives Signal für das globale Wirtschaftswachstum. Einige Experten verbinden das gestiegene Importvolumen mit der positiven Auswirkung der Konjunkturprogramme seitens der chinesischen Regierung.

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal mit annualisiert  0,7 Prozent schneller gewachsen als prognostiziert. Nichtsdestotrotz bleibt der Druck auf den Ministerpräsidenten Shinzo Abe, die Wirtschaft anzukurbeln, groß. Die Markteilnehmer erwarten weitere stimulierende Maßnahmen, welche als eine abgestimmte Kombination der Regierungs- und Zentralbankaktivitäten gestaltet werden können.


Eine interessante Beimischung mit dem Namen Wandelanleihen

Wandelanleihen eignen sich insbesondere für langfristig ausgerichtete institutionelle und private Investoren. Das Instrument Wandelanleihe besitzt Eigenschaften, die bei professionellem Portfoliomanagement diverse Vorteile für Investoren bringen:
• Asymmetrisches Kursverhalten mit positivem Timing-Effekt - Verluste werden begrenzt und Gewinne laufen gelassen,
• ein stabiles Verhalten in Stresssituationen,
• überdurchschnittliches Rendite-/ Risikoverhältnis.

Wandelanleihen können die Sicherheit von Anleihen mit der Chance auf Kursgewinne am Aktienmarkt verbinden. Je nachdem, ob der vereinbarte Wandlungspreis über oder unter dem aktuellen Aktienkurs liegt, weist die Wandelanleihe einen aktien- oder einen rentenähnlichen Charakter auf.   Die Stückelungen sind mit 100.000 Euro für eine diversifizierte Direktanlage oft zu hoch. Daher ist es meist sinnvoll, breit gestreute Wandelanleihen-Fonds zu verwenden.

Wir möchten mit Wandelanleihen regelmäßiges Einkommen generieren und nutzen dort defensive, aktiv gemanagte Wandelanleihen-Fonds. Die Kurse bei defensiven Wandelanleihen liegen bei oder knapp unter 100 Prozent des Nennwertes der Anleihe, sie versprechen also unabhängig von der Aktienmarktentwicklung zumindest einen kleinen regelmäßigen Ertrag. Laufen die Aktienmärkte gut, erhöht sich der Ertrag. Bei der Auswahl der Papiere sollten Investoren darauf achten, dass die Bonität des Unternehmens mit einer guten bis sehr guten Bonitätsnote (Rating) versehen ist. Wandelanleihen können somit ein interessantes Investment in einem breit aufgestellten Portfolio sein.

Der Einwand, dass die Auswahl für Investoren zu kompliziert ist, wenn sie das Papier selbst bewerten und auch die Bonität des Unternehmens einschätzen müssen, ist durchaus berechtigt.  

Wichtig ist dabei darauf zu achten, dass der Fonds selbst in defensiv ausgerichtete Wertpapiere investiert. Deshalb sollten die Hitlisten der Vergangenheit auch nicht als Orientierung dienen, da die renditestärksten Wandelanleihen-Fonds zum größten Teil in aktienähnliche Papiere investieren.

Damit sind Investoren aber nicht mehr im Bereich „Einkommen und Zinsersatz“, sondern eher im Bereich Aktienrisko. Ich werde wohl in den kommenden Tagen einen Wandelanleihen-Fonds erwerben, der auch das Thema Nachhaltigkeit im Anlagekonzept integriert hat.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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