Musterdepots: Erfolgreiche Wette auf das Unwahrscheinliche

Musterdepots: Erfolgreiche Wette auf das Unwahrscheinliche

, aktualisiert 09. November 2016, 19:20 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Schon im September hat die Entwicklung an der Wall Street auf einen Wahlsieg Trumps hingedeutet, meint Georgios Kokologiannis. Er hat sein Depot rechtzeitig abgesichert. Sönke Niefünd rechnet weiter mit volatilen Börsen.

FrankfurtBereits im September wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Wall Street bei den US-Präsidentschaftswahlen auf einen Sieg Donald Trumps deutet. Nun ist das von den meisten Experten für unwahrscheinlich Gehaltene eingetreten. Da ich das Musterdepot frühzeitig gegen Turbulenzen abgesichert habe, übersteht es das Börsenbeben völlig schadlos – und markiert sogar ein neues Jahreshoch.

Ich habe die zeitweise deutlich vergünstigten Kurse genutzt, um die Cash-Quote zu verringern: Gekauft wurden neue Discount- (WKN: DT92GZ) sowie Sprintzertifikate (WKN: VN13U0) auf den Euro Stoxx 50, die sich auf den europäischen Aktienindex Euro Stoxx 50 beziehen. Die neuen Discountzertifikate erreichen bis Spätsommer kommenden Jahres eine Rendite von knapp zehn Prozent – selbst wenn der Euro Stoxx bis dahin nur auf der Stelle tritt.

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Deutlich offensiver sind die neuen Sprintzertifikate, die bis Mitte Juni mögliche Kursgewinne der Euro-Land-Messlatte im Musterdepot doppelt in Rendite ummünzen. Gleichzeitig bieten sie auf dem gegenwärtigen Kursniveau einen Seitwärtsertrag von rund 4,5 Prozent. Umgerechnet entspricht das einer jährlichen Rendite von rund sieben Prozent, falls sich der Index mindestens auf seinem gegenwärtigen Niveau halten kann.

Einen maßgeblichen Grund dafür, dass sich die Aktienmärkte am Mittwoch im Handelsverlauf deutlich erholten, sehen Experten darin, dass die US-Währungshüter von einer baldigen Leitzinsanhebung in diesem Jahr nun Abstand nehmen könnten: Negative Ereignisse schienen die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen, dass die Notenbanken länger an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, sie ausweiteten oder zumindest nicht strafften, sagte etwa DZ Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. Damit bleibe der Kurstreiber der letzten Jahre erhalten.

Unterstützung für die Märkte signalisierte zudem die Europäische Zentralbank (EZB): Ewald Nowotny, Österreichs Zentralbankchef und Mitglied im Rat der EZB, sagte, die Notenbanken seien auf Verwerfungen vorbereitet - notfalls auch auf Interventionen.


Kein wirtschaftsfeindlicher Kurs erwartet

Am ersten Tag nach einem überraschenden Sieg von Donald Trump zeigten sich die Börsen von einer pragmatischen Seite. Man kann sehr viel und kontrovers über die Person und das Wahlprogramm des neuen US-amerikanischen Präsidenten diskutieren. Wir waren und sind jedoch der Meinung, dass Mr. Trump keinen wirtschaftsfeindlichen Kurs fahren wird und eher zu einem Teil des etablierten politischen Systems wird.

Das erste Signal dafür wurde bereits bei seiner Siegesrede geliefert. Ein auffallend versöhnlicher Tenor wurde ausgewählt. Der neue Präsident der USA sprach darüber, dass die Spaltung der Gesellschaft überwunden werden solle und er mit den anderen Ländern „fair“ umgehen werde.

Die europäischen Börsen haben nach einem schwachen Start bis zum späten Mittwochnachmittag die Verluste zum Großteil bereits wettgemacht. Die US-Börsen lieferten bei der Handelseröffnung ebenfalls keine Schocksignale.

Unser Musterdepot wies im Tageshandel ein moderates Plus auf. Vor allem konnten die Rohstoffaktien Anglo American und BHP Billiton, die beiden finnischen Titel UMP Kymmene und Kesko sowie der Baukonzern ACS kräftig zulegen. Unsere Anlagestrategie sieht generell keine kurzfristigen Reaktionen auf politische Ereignisse vor.


Der Goldpreis dürfte steigen

Die Furcht vor einem US-Präsidenten Donald Trump hat die Anleger zunächst weltweit erfasst. In Tokio verlor der Nikkei Index mehr als fünf Prozent. Die Terminkontrakte auf den US-Börsenindex S&P-500 sackten rund fünf Prozent ab. Der deutsche Leitindex notierte vorbörslich bei 10.041 Punkten mit -4,2 Prozent. Der Euro stieg um mehr als zweieinhalb US-Cent auf 1,1285 Dollar.

Doch politische Börsen haben kurze Beine. Der Einfluss von politischen Ereignissen auf Aktienkurse hielt auch diesmal nicht lange an. Innerhalb des Tages erholte sich der Dax und notierte schnell wieder über 10.400 Punkten.

Der Goldpreis stieg während der Auszählung der Stimmen zeitweise auf seinen 6-Wochen-Hoch bei 1366 US-Dollar. Der Goldpreis dürfte in den kommenden Monaten weiter steigen. Wir erwarten einen Anstieg auf bis zu 1.500 Dollar pro Feinunze.

Doch wie geht es jetzt weiter an den Finanzmärkten? Der Dax dürfte weiterhin volatil in einer Seitwärtsbewegung im Bereich von 10.000 bis 11.000 Punkten bis Jahresende sein.

Wie sich die US-Wirtschaft unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump entwickeln wird, ist offen. Es könnte dazu führen, dass die US-Notenbank (Fed)-Chefin Janet Yellen bei ihrer nächsten Zinssitzung am 14. Dezember die Zinsen nicht erhöhen wird.

Die Finanzmärkte sahen vor dem Wahlergebnis die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember bei 78 Prozent. Hierbei hatten die Investoren jedoch eher einen Wahlsieg der in den Umfragen führenden Hillary Clinton vorweggenommen.
Der Goldpreis dürfte in den kommenden Monaten weiter steigen. Wir erwarten einen Anstieg auf bis zu 1.500 Dollar pro Feinunze.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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