Musterdepots: Gegen den Trend erfolgreich

Musterdepots: Gegen den Trend erfolgreich

, aktualisiert 27. September 2016, 17:31 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis profitiert dank seiner defensiven Positionierung von den Dax-Verlusten in dieser Woche. Vor allem die Deutsche Bank und die Commerzbank bereiten den Anlegern sorgen.

Während die Aktienkurse in Europa und den USA in der umsatzschwachen Börsenzeit des Sommers immer deutlicher in den Übertreibungsbereich geklettert sind, wurde das Musterdepot stärker auf ein Auslaufen der Rally ausgerichtet. Mittelfristig erreicht das Portfolio die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich nur noch auf der Stelle treten.

Bis zum kommenden Frühjahr steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 19 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Etwas zusätzliche Rendite ist durch Wechselkurseffekte möglich, falls sich der US-Dollar erholt. Zudem würde das Depot in den nächsten Monaten selbst einen Börsenabsturz schadlos überstehen.

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Von dieser defensiven Positionierung profitiert das Portfolio momentan, das gegen den Trend leicht zulegen kann: Seit Anfang der Woche hat sich die Stimmung an den Aktienmärkten wieder deutlich eingetrübt – vor allem an den heimischen Börsen. Am Montag sorgte vor allem ein Medienbericht für Unruhe, wonach Bundeskanzlerin Merkel in einem möglichen Notfall benötigte Staatshilfen für die Deutsche Bank im kommenden Wahljahr ausschließe.

Am Dienstag dann belastete die Börsen neben Handelsblatt-Informationen über geplante massive Stellenstreichungen bei der Commerzbank eine weitere Hiobsbotschaft in Zusammenhang mit Volkswagen: Einem Medienbericht zufolge prüfen die US-Behörden, wie hoch sie die Strafe im Diesel-Skandal festsetzen können, ohne das Überleben des Wolfsburger zu gefährden. Die Vorzugsaktien des Dax-Schwergewichts rutschten zeitweise mehr als vier Prozent ab – und gaben auch die Richtung für den Gesamtmarkt vor.


Alexander Kovalenko

Die aktuelle Börsenwoche ist alles andere als freundlich angelaufen. Nach einem fast zweiprozentigen Verlust am Montag sind der Dax sowie andere europäische Indizes auch am Dienstag unter Druck geraten. Die Anleger trennten sich erneut vor allem von den Bankenaktien. Eine neue Hiobsbotschaft über die Commerzbank, laut der fast ein Fünftel der Belegschaft gehen solle, hat eine Verkaufswelle bei Finanztiteln ausgelöst.

In unserem Aktienkernportfolio befinden sich keine Bankaktien und mit dem Versicherer Baloise generell nur ein Finanztitel. Wir konzentrieren uns auf die fundamentale Analyse der Unternehmen sowie ihre Bewertung. Da Bankenaktien mit den Vertretern anderer Branchen bilanziell nicht zu vergleichen sind, haben wir unser Anlageuniversum dementsprechend angepasst.

Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass im aktuellen Niedrigzinsumfeld gepaart mit einer totalen Verzerrung des Finanzsystems durch die Zentralbanken die Papiere der Finanzinstitute nur mit großer Vorsicht zu „genießen“ sind. Aktuell beinhaltete unser Musterdepot 15 Einzeltitel sowie fünf Zertifikate auf der Basis ausgewählter Strategien von der innovativen Social Trading Plattform wikifolio.com.


Sönke Niefünd

Die fundamental guten Daten des Ifo-Geschäftsklimaindex wurden am Montag eher beiläufig zur Kenntnis genommen. Die Märkte bewegt aktuell die kommende Präsidentschaftswahl in den USA, diesmal konzentriert auf das erste Fernsehduell der beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Wir lassen uns durch kurzfristige Einflüsse nicht verunsichern und behalten die Ruhe – weitere Zukäufe können wir uns weiterhin in der Nähe der 200-Tage-Linie vorstellen (Dax von 10.020 Punkten).

Im Oktober erwarten wir auch noch zahlreiche Neuemissionen von Unternehmensanleihen. Wir beobachten dieses Segment genau und werden opportunistisch handeln.

Bei einem informellen Treffen des Erdöl-Kartells wollen die Mitglieder am Mittwoch über Lösungen zur Anhebung des niedrigen Ölpreises diskutieren. Dabei steht auch ein zeitweiser Förderstopp oder eine Förderbeschränkung im Raum. Die Weltmarktpreise für Öl waren im Sommer 2014 massiv eingebrochen und von mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) zeitweise auf unter 30 Dollar gefallen – unter anderem auch wegen eines Überangebots der Saudis. Derzeit liegt der Durchschnittspreis laut Opec bei rund 43 Dollar. Die Mitgliedstaaten der Opec liefern weltweit etwa ein Drittel des Rohöls und besitzen rund drei Viertel der bekannten Reserven. Dies dürfte den Öl-Aktien, zum Beispiel Statoil, weiter Auftrieb geben.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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