Musterdepots: Handel ohne Impulse

Musterdepots: Handel ohne Impulse

, aktualisiert 09. November 2017, 17:40 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Privatbankier Sönke Niefünd erkennt eine anhaltende Seitwärtsbewegung an Europas Börsen.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ist das nun eine Korrektur oder nur ein Zucken? Anfang der Woche hat sich der deutsche Leitindex auf ein neuerliches Rekordhoch gehievt und kurz über die Marke von 13.500 Punkten gelugt. Doch nun scheint Anlegern ein wenig die Puste auszugehen. An der Flut an Quartalszahlen am heutigen Super-Donnerstag – allein neun Dax-Unternehmen berichteten – scheinen Investoren schwer zu verdauen zu haben. Firmen wie Pro Sieben Sat. 1, die ihre Jahresgewinn-Prognose erneut gesenkt haben, stimmen dabei nicht gerade optimistisch. Es bleibt also abzuwarten, wohin die nächsten klaren Impulse führen werden.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Im heutigen Kommentar nehmen wir die Investitionsquote der Ziel-Wikifolios unter die Lupe. Das „ROGO US Value“ von Paul Rogojan ist derzeit beinahe voll investiert. Eine relativ hohe Investitionsquote von rund 90 Prozent weisen auch das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener und das „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier auf.

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Dirk Hagemann hält bei seinem „Aktien? Yeah“-Wikfolio etwa ein Viertel des Portfolios in Cash. Sebastian Reese behält beim „SR wisdom capital spekulativ“ eine defensive Aufstellung mit 97 Prozent Cash. Die Liquiditätsquote des gesamten Musterdepots – Kasse plus Cash bei Ziel-Wikifolios - beträgt somit rund 14 Prozent.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die derzeit veröffentlichten Quartalsberichte der Unternehmen beeinflussen jeweils auf Einzeltitelebene, lassen den Gesamtmarkt jedoch relativ unbeeindruckt – an Europas Börsen erleben wir weiterhin eine Seitwärtsbewegung auf anhaltend hohem Kursniveau. Stärkere Rückschläge bleiben mangels Anlagealternativen bislang aus. Mit unserer ausgewogenen Anlagestrategie sind wir gut gerüstet.

Die nachrangige Lufthansa-Anleihe aus unserem Musterdepot wird an der Börse mit 110,90 Euro in der Nähe ihres Allzeithochs gehandelt. In 2017 gab es bislang einen Kursgewinn von 5,27 Prozent. Die Anleihe beschert uns bis 2021 einen festen Kupon von 5,12 Prozent pro Jahr, und wird danach variabel verzinst.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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