Musterdepots: Keine Kurssprünge in Sicht

Musterdepots: Keine Kurssprünge in Sicht

, aktualisiert 10. Oktober 2016, 17:46 Uhr
Bild vergrößern

Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis hat sein Depot defensiv aufgestellt. Für ihn spricht derzeit nichts für eine Fortsetzung der Hausse an den US-Börsen.

Nichts spricht derzeit für eine ausgeprägte weitere Ausdehnung der bisherigen Hausse an der Wall Street. Entsprechend defensiv ist das Musterdepot aufgestellt. Mit mehreren Zertifikatepositionen setze ich darauf, dass die US-Aktienkurse in den kommenden Wochen entweder seitwärts weiterlaufen – oder nachgeben. Vor allem weil geldpolitisch bestenfalls nur mit einer weiteren Verzögerung der überfälligen Leitzinsanhebung zu rechnen ist – höchstens bis Anfang kommenden Jahres.

Gleichzeitig deutet auch die fundamentale Perspektive nicht auf marktbreite Kurssprünge hin: Der laufende Wirtschaftsaufschwung hält inzwischen mehr als sieben Jahre an – und damit knapp doppelt solange wie die durchschnittliche historische Dauer. Gleichzeitig erwarten Analysten für das jetzt anlaufende Berichtsquartal der US-Firmen den sechsten Gewinnrückgang in Folge – und das bei extremen Börsenbewertungen. Ein Rückblick zeigt: Solch eine Gewinnrezession gab es seit der Immobilien- und Finanzkrise nicht mehr.

Anzeige

Laut dem führenden Datendienst FactSet prognostizieren die Experten momentan, dass die Erträge der fünfhundert bedeutendsten börsennotierten US-Unternehmen im S&P 500 Aktienindex im Drittel Quartal im Schnitt um über zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sind. Richtungsweisend könnten die am Dienstagabend anstehenden Firmenzahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa sein, der traditionell die Berichtssaison in den USA eröffnet.


Alexander Kovalenko

Die deutschen Exporte sind im August um 5,4 Prozent zum Vormonat kräftig gewachsen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Volkswirte haben im Durschnitt mit einem deutlich kleineren Plus von 2,2 Prozent gerechnet. Für den stärksten Anstieg seit Mai 2010 war vor allem die anziehende Nachfrage aus Europa verantwortlich. Die Einfuhren beschleunigten sich ebenfalls merklich und legten drei Prozent zum Vormonat zu.

Zusammen mit den zuletzt guten Daten aus der Industrieproduktion, stellt dies ein zweifelsohne positives Signal dar. Auf der anderen Seite darf man nicht gleich zum Überoptimismus wechseln. Obwohl die Konjunktur in China Stabilisierungsmerkmale aufweist,  bleibt die Lage im Welthandel herausfordernd. Die US-Unternehmen halten sich vor den Präsidentschaftswahlen mit Neubestellungen eher zurück.

Das gleiche gilt für die Nachfrage aus Großbritannien, was mit der Pfundschwäche und sich dadurch deutlich verteuerten Importen aus dem Ausland zu tun hat. Lediglich zieht, wie bereits erwähnt, die Nachfrage aus europäischen Ländern an. Ob dies für ein überzeugendes Exportwachstum 2016 ausreicht, bleibt abzuwarten. Erst vor kurzem hat der Außenhandelsverband seine Prognose für das  Gesamtjahr auf maximal zwei Prozent halbiert. 


Sönke Niefünd

Wir haben eine Anleihe der OTTO GROUP in unserem Portfolio (2,500% OTTO Anleihe bis 2023, XS1433512891) und daher verfolgen wir die Entwicklung des Hamburger Handelskonzerns.  Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 geht der Konzernchef Hans-Otto Schrader von einem deutlichen Gewinnanstieg aus.  Dabei erwartet er ein Gewinnplus von mehr als zehn Prozent.

Hans-Otto Schrader, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht, übergibt seinem Nachfolger Alexander Birken eine starke Online-Handelsgruppe. Mehr als 70 Prozent ihres weltweiten Umsatzes macht die Otto-Handelsgruppe online – Tendenz steigend. Insgesamt ist dies optimistischer als noch zu Beginn des Geschäftsjahres der Otto Gruppe.

Am Dienstagabend wird das Rohstoffunternehmen Alcoa aktuelle Quartalszahlen präsentieren und damit die US-Berichtssaison eröffnen. Die Zahlen des vom früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführten US-Aluminium-Herstellers  Alcoa eröffnen traditionell die Bilanzsaison in den USA und sind ein Indikator für die gesamte Konjunktur. Am Freitag folgen die Großbanken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo. Diesseits des Atlantiks legt unter anderem der Konsumgüter-Hersteller Unilever(Donnerstag) seine Zahlen vor.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%