Musterdepots: Keine Notenbank kann Inflation präzise steuern

Musterdepots: Keine Notenbank kann Inflation präzise steuern

, aktualisiert 13. September 2017, 18:11 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd beschäftigt sich mit der Apple-Aktie nach der iPhone-Vorstellung.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Nach dem Plus in Höhe von vier Prozent seit Monatsbeginn hat der Dax sich am Mittwoch eine Ruhepause gegönnt - ein gutes Zeichen für den Marktverlauf. Aktuelle Umfrage unter institutionellen Investoren zeigen: Die Angst vor einem typisch schwachen Börsenmonat September ist einem frisch aufgekeimten Optimismus gewichen. Der ist aber noch nicht so hoch, dass in den nächsten Tagen deutlichen Kursrückgänge an den Märkten drohen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Laut Informationen vom Statistischen Bundesamt betrug die Inflationsrate im August in Deutschland 1,8 Prozent. Vor allem die Energiekosten sowie die Nahrungsmittelpreise haben die Teuerungsrate steigen lassen. Die EZB strebt eine Inflationsrate von etwa zwei Prozent in der Eurozone an. Das Problem ist, das keine Notenbank das Preisniveau präzise steuern kann. Sollte die Inflation in den nächsten Monaten signifikant steigen, kann dies vor allem für festverzinsliche Papiere ohne Inflationsschutz sowie für die Sparkonten richtig problematisch werden. Die Sachwerte und darunter auch Aktien sind dagegen weniger anfällig für die steigende Inflation.  

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Am Dienstagabend hat Apple sein Jubiläums-„iPhone X“  und andere Neuerungen präsentiert. Bei den Smartphone-Absatzzahlen ist der Konzern zwar zwischenzeitlich nur an dritter Stelle, bleibt jedoch mit großem Abstand das wertvollste Unternehmen der Welt – gemessen an der Marktkapitalisierung. Der Kursverlauf der Aktie während der Präsentation war uneinheitlich, mit 160,86 US-Dollar notiert Apple knapp unter dem All-Time-High und hat seit Jahresbeginn  38,89 Prozent gewonnen. In unserem Musterdepot stieg der Kurs nur um 20,51 Prozent, da gleichzeitig der US-Dollar gegenüber dem Euro verloren hat. 30 von 39 Analysten raten, die Apple-Aktie zu kaufen, der Rest gibt eine Halte-Empfehlung. Wir bleiben investiert.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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