Musterdepots: Keine Sorgen um Italiens Banken

Musterdepots: Keine Sorgen um Italiens Banken

, aktualisiert 11. Dezember 2016, 16:47 Uhr
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Alexander Kovalenko

Quelle:Handelsblatt Online

Die Krise der italienischen Banken beschäftigt viele Anleger. Alexander Kovalenko muss sich keine Sorgen machen: Der Experte von Bayerische Vermögen verzichtet auf Bankaktien – aus grundsätzlichen Erwägungen.

Die italienische Bankenkrise spitzt sich zu. Im Fokus steht derzeit vor allem das drittgrößte Institut Banca Monte dei Paschi, das unter faulen Krediten leidet und dringendst frisches Kapital braucht. Am Freitagnachmittag kam von der Nachrichtenagentur Reuters eine Information, laut der die EZB die Anfrage der angeschlagenen Bank auf eine Fristverlängerung bei der Kapitalsuche abgelehnt hat.

Momentan scheint es für Monte dei Paschi fast unmöglich zu sein, eine Kapitalspritze von privatwirtschaftlichen Akteuren zu erhalten. Es wird immer wahrscheinlicher, dass es eine Teilverstaatlichung geben wird. Dabei ist Monte dei Paschi nur eines der Symptome des kranken Bankensystems Italiens. Das größte Finanzinstitut des Landes, Unicredit, sucht zum Beispiel ebenfalls nach frischem Kapital. Die Bank hat mit dem größten Portfolio von problembehafteten Krediten in ganz Europa zu kämpfen.

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Obwohl die Lage der Unicredit noch bei weitem nicht so schlimm ist wie bei Monte die Paschi, spielt die aktuelle politische Situation in Italien nicht gerade in die Karten der Banken bei der Investorensuche. Die Problematik des italienischen Bankensystems wird wohl die Märkte noch lange beschäftigen. Bei unserem Musterdepot werden keine Bankenaktien gehalten. Dies hat mit der aktuellen Situation nichts zu tun, sondern war eine strategische Entscheidung aufgrund der Undurchsichtigkeit der Bilanzen der Bankenhäuser.


Hebt die Fed den Zinssatz an?

Die Fed Funds Future Rate, welche die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Anhebung angibt, notiert bei 94,5 Prozent. Jedoch bleibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in ihrer Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent behält. Sollte keine Leitzinserhöhung erfolgen, dürfte dies eine Überraschung am Markt geben, denn eine Zinserhöhung ist bereits fest eingepreist.

Sowohl die Prognosen der Ökonomen, als auch die Erwartungen der Marktteilnehmer waren im Jahr 2016 nicht besonders treffsicher. Ansonsten hätten wir jetzt eine US-Präsidentin Clinton, Matteo Renzi wäre noch in Italien im Amt und es gäbe keine Diskussionen um den Brexit.

Dennoch erwarten auch wir, dass die US-Notenbank ihren Leitzins am kommenden Mittwoch (14. Dezember) um 0,25 Prozentpunkte erhöhen wird. Die Fed Funds Rate, wie der Leitzins in den USA genannt wird, würde dann in einer Spanne von 0,5 bis 0,75 Prozent liegen. Im nächsten Jahr dürfte mindestens eine weitere Zinserhöhung hinzukommen. 

Das wäre immer noch ein niedriges Zinsniveau im Vergleich zu der Zeit vor der Finanzkrise 2008. Das damalige Zinsniveau lag bei 5 Prozent.

Die letzte Zinserhöhung vollzog die Fed vor gut einem Jahr. Im vergangenen Dezember erhöhte sie ihren Leitzins erstmalig seit der Finanzkrise. Die robuste US-Wirtschaft, der gute US-Arbeitsmarkt sowie langsam steigende Inflation sind ein gutes Fundament für die US-Notenbank-Präsidentin die Zinsen zu erhöhen. 

Neben der Zinserhöhung interessiert uns am Mittwoch ihr Ausblick der Zinsprognosen, ihre Einschätzung zum Wirtschaftswachstum, zur Preisentwicklung und zur Arbeitsmarktsituation. Je nach Ausblick dürfte dies den US-Dollar fester werden lassen.


Geduld soll sich auszahlen

Spannend ist derzeit die Situation bei meinem Reverse-Bonuszertifikat auf den S&P 500 (WKN: VS8B1F). Der US-Auswahlindex ist nur noch wenige Punkte von der Barriere entfernt, die bei 2300 Punkte liegt.

Sollte der Index diese Barriere innerhalb der Laufzeit erreichen oder darüber hinaus steigen, würde aus dem derzeitigen Gewinn von mehr als 25 Prozent ein Verlustgeschäft werden. Diejenigen, die dieses Zertifikat in ihrem Depot haben, können einen Verkauf erwägen. Ich warte allerdings ab.

Denn bereits am Freitag (16.12.) ist Bewertungstag, der über die Rückzahlungshöhe entscheidet. Wenige Tage später erfolgt dann die Rückzahlung – und zwar ohne Transaktionskosten, wenn das Derivat nicht aktiv verkauft wurde. Selbstverständlich sollten Anleger täglich die S&P-500-Kursentwicklung im Blick haben und eventuell reagieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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