Musterdepots: Lässt Macron die Kurse steigen?

Musterdepots: Lässt Macron die Kurse steigen?

, aktualisiert 22. Juni 2017, 17:26 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer fragt sich dieses Mal, was Macrons Wahl für die Börsen bedeutet.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Emmanuel Macron beflügelt Frankreichs Wirtschaft. Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl im Mai ist die Stimmung in der Wirtschaft so gut wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Profitieren davon auch die Kurse? Die Aktien im CAC 40 legten auf Sicht eines Jahres um 20 Prozent zu. Allerdings, in den vergangenen drei Monaten betrug das Plus „nur“ fünf Prozent, auf Sicht eines Monats stagnierten die Kurse. Was wieder einmal bestätigt: Anleger spekulieren auf die Zukunft. Jetzt muss Macron liefern, damit die Kurse weiter steigen. Siege und Stimmungen reichen nicht mehr.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Neben dem Value-geprägten Investmentprozess haben wir zur Sicherung der Vermögenswerte ein Wertsicherungsmodell im Hintergrund installiert. Das Modell wurde bewusst sehr „träge“ entwickelt. Das ist wichtig, um nicht Gefahr zu laufen, ständig in den Markt ein- und wieder auszusteigen. Von daher haben wir uns für eine Systematik entschieden, die an grundsätzlich positiven Kapitalmärkten partizipieren soll, den Anleger durchaus auch in unruhigen Börsenphasen auf die Probe stellen kann, allerdings in äußerst turbulenten Phasen den Anleger vor den ganz großen Einbrüchen bewahren soll.

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Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Optimisten an den Börsen verweisen darauf, dass es im Niedrigzinsumfeld keine Alternative zu Aktien gebe. Die Pessimisten warnen, dass der Aktienmarkt auf dem erreichten Niveau vergleichsweise teuer sei. Wir favorisieren aktuell europäische Aktien, denn mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 13,5 sind diese in Relation zu anderen Anlageklassen günstig bewertet. Eine Bundesanleihe etwa wird aktuell mit einem KGV von mehr als 50 bewertet. Gemeinhin gilt ein KGV um die zehn als günstig, alles über 20 hingegen als teuer. Der hohe Aufschlag ist der Preis der Sicherheit.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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