Musterdepots: Neue Herausforderungen - bewährte Strategien

Musterdepots: Neue Herausforderungen - bewährte Strategien

, aktualisiert 08. Januar 2017, 15:59 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Depotstratege Georgios Kokologiannis setzt weiter auf seine offensiven Positionen – das hat sich in der Vergangenheit bewährt. Das Social Trading-Depot setzt dagegen auf Trägheit. Die Musterdepots im Überblick.

Obwohl ich davon ausgehe, dass der europäische Aktienmarkt sein aktuelles Kursniveau nicht nachhaltig verteidigen dürfte, halte ich an den beiden offensivsten Depotpositionen fest: Mit den Sprintzertifikaten auf den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hatte ich nach starken Einbrüchen im vergangenen Jahr sowie im Herbst erfolgreich auf eine Erholung der Börsenkurse gesetzt (WKN: VN13U0 und VN13UY).

Zwar ist der EuroStoxx inzwischen über die Kursbereiche geklettert ist, in dem die Sprintzertifikate überproportional Gewinne generieren – solange der Index allerdings von jetzt 3.320 Punkten nicht unter 3.050 beziehungsweise rund 3.200 Zähler zurückfällt, generieren die Papiere bis Mitte Juni noch weitere vier sowie 6,5 Prozent Ertrag.

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Die erste Sprinterposition hatte ich nach dem Brexit-Crash im Juni aufgebaut. Eine Variante, die von einer möglichen Erholung des EuroStoxx 50 innerhalb der kommenden zwölf Monate gehebelt profitieren sollte. Auch den kurzzeitigen Markteinbruch nach der Wahl Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen im November nutze ich, um mit noch mehr dieser Hebelpapiere meine zuvor erhöhte Cash-Quote zu verringern.


Bilanzsaison wirft ihre Schatten voraus

Die US-Bilanzsaison beginnt, Konjunkturdaten stehen an und ein twitternder Donald Trump wird in zwei Wochen US-Präsident sein. Diese Themen geben dem Kapitalmarkt in Amerika, aber auch bei uns in Deutschland, neue Impulse. Am Freitag legen die Banken JP Morgan und Wells Fargo ihre Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2016 vor. Bei positiven Ergebnissen dürften die Aktienkurse der europäischen Banken unterstützt werden. Wir, als defensiv ausgerichtete Anleger, meiden weiterhin Bankentitel bei Aktieninvestments, da unseres Erachtens die italienische Bankenkrise noch nicht ausgestanden ist.


Die Zahlen zur europäischen Industrieproduktion im November sowie zum deutschen Wirtschaftswachstum 2016 geben jeweils am Donnerstag einen Impuls für den hiesigen Markt. Größere Impulse dürften von den US-Einzelhandelsumsätzen am Freitag kommen. Die Einzelhandelsdaten zeigen, ob der private Konsum ein wichtiger Impulsgeber der konjunkturellen Belebung in den USA bleibt. Am Freitag steht dann das US-Verbrauchervertrauen der University of Michigan im Terminkalender, welches uns Einblick in die zukünftigen US-Konsumausgaben geben dürfte.

Trump übernimmt sein Amt am 20. Januar. Mit diversen Tweets über einzelne Unternehmen sorgte der 70-Jährige bereits für heftige Kursschwankungen. Trumps Tweets betrafen bereits Amazon, Ford und jetzt Toyota. Daran dürfen wir uns in den nächsten vier Jahren gewöhnen, dass es Notenbanker, Manager, Volkswirte, Analysten und einen twitternden US-Präsidenten gibt, die mit ihren Aussagen die Kapitalmärkte bewegen.


Es stellt sich die Frage, welcher dieser Impulse die Richtung vorgeben wird. Viele Aktien notierten vielfach auf 12-Monatssicht auf sehr hohen Level, so auch unsere Aktienpositionen. Wir sehen eher das Enttäuschungspotential und somit fallende Kurse. Da wir sehr defensiv aufgestellt sind und wir die Meinung haben, dass wir lieber bei einem Börsenabschwung nicht dabei sein wollen und investieren aktuell nicht Aktien.


Trägheit kann auch positiv sein

In der Ausgabe vom Freitag wurde nochmals der grundsätzliche Ansatz unserer Strategie beschrieben. Neben dem Value geprägten Investmentprozess haben wir zur Sicherung der Vermögenswerte ein Wertsicherungsmodell im Hintergrund installiert. Das Modell wurde bewusst sehr „träge“ entwickelt.

Nun ist der Begriff „träge“ im allgemeinen Sprachgebrauch nicht all zu positiv behaftet. In diesem Fall ist es jedoch immanent, um nicht Gefahr zu laufen ständig in den Markt ein und wieder auszusteigen. Hin und her macht bekanntlich die Taschen leer. Von daher haben wir uns für eine Systematik entschieden, die an grundsätzlich positiven Kapitalmärkten partizipieren soll und den Anleger durchaus auch in unruhigen Börsenphasen auf die Probe stellen kann.

In äußerst turbulenten Phasen soll sie den Anleger allerdings vor den ganz großen Einbrüchen bewahren. Um diesen Wertkurvenverlauf zu erzeugen, ist eben ein Modell mit einer gewissen Trägheit von Nöten. Sprich, das Ziel ist es explizit nicht, jede zehn prozentige Börsenkorrektur zu vermeiden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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