Musterdepots : Null Prozent Kurspotenzial 2017

Musterdepots : Null Prozent Kurspotenzial 2017

, aktualisiert 19. Dezember 2016, 20:55 Uhr
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Sönke Niefünd

Quelle:Handelsblatt Online

Die Musterdepotstrategen beschäftigen sich mit dem kommenden Aktienjahr und den Prognosen der Analysten. Dabei geben die Experten den großen Aktienindizes in Europa wenig Chancen, dass es 2017 zu einer Rally kommt.

Große Schwankungen bei Aktien und Anleihen erwartet: Volatilität ist 2017 die Normalität

In mehreren Ländern Europas stehen Wahlen an und Donald Trump tritt sein Amt als US-Präsident an. Im 1. Halbjahr 2017 dürfte es an den Kapitalmärkten zu großen Schwankungen kommen. Wir erwarten, dass der Dax am Jahresende 2017 in einer Bandbreite von 11.300 bis 11.500 Punkten liegen könnte. In 2017 schlagen die Aktien (wieder) die Anleihen, denn auch am Rentenmarkt erwarten wir aufgrund der divergenten Geldpolitiken der Notenbanken eine erhöhte Volatilität.

Am Zinsmarkt ist in den letzten Wochen ein Anstieg zu verzeichnen. Spannend wird sein, ob der Markt die Vorgabe der EZB akzeptiert oder einen eigenen Weg geht. Die EZB verhält sich ruhig – Zinsschritte der Zentralbank sind nicht angekündigt und auch nicht zu erwarten. Die Zeit, in Europa von einer Zinswende zu sprechen, ist aus unserer Sicht für 2017 noch nicht gekommen, ansonsten würde eine europäische Staatsschuldenkrise wieder aufflammen.

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Der Anleihen-Primärmarkt: Rekordjahr klingt nun langsam aus

Das Emissions-Rekordjahr neigt sich merklich dem Ende zu, trotz der grundsätzlich positiven Marktstimmung sind keine relevanten Neuemissionen zu verzeichnen. Für 2017 erwarten wir erneut rege Primärmarktaktivitäten. Ausgehend von einem höheren Fälligkeitenvolumen dürften die in 2016 treibenden Faktoren und hier insbesondere die anhaltend günstigen Refinanzierungskonditionen, die relative Zinsattraktivität des Euroraums sowie Übernahmefinanzierungen auch im kommenden Jahr wirken.

Der erhöhten Volatilität in 2017 begegnen wir mit einer strategischen, langfristigen Anlagestrategie, gepaart mit Stock- und Bondpicking.


Deutsche Wirtschaft legt Jahresendspurt hin

Der breit geachtete Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 111,0 Punkte nach 110,4 Zählern im November gestiegen. Die Volkswirte haben im Durchschnitt mit einem Stand von 110,7 Punkten gerechnet. Die von Ifo befragten Manager schätzen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate positiver ein.

„Die deutsche Wirtschaft legt einen Jahresendspurt hin“, kommentierte der Ifo-Präsident Clemens Fuest. Besonders gut ist die Stimmung bei den Bauunternehmen, welche ihre Rekordjagt fortsetzen, sowie im Großhandel, welcher den höchsten Stand seit rund drei Jahren erreicht hat. Die Industriefirmen zeigten sich leicht zuversichtlicher, während der Sub-Index für den Einzelhandel auf einem relativ hohen Niveau unverändert blieb.

Zusammen mit den zuletzt guten Auftragseingängen bei der deutschen Industrie lässt die aktuelle Steigerung des ifo Index darauf hoffen, dass die deutsche Wirtschaft eine Jahresendbeschleunigung bzw. einen guten Start ins neue Jahr absolvieren kann.

Bei den potentiellen Risikofaktoren weisen die meisten Experten in erster Linie auf politische Risiken inner- und außerhalb Europas. Bei unserem Musterdepot sind wir über die Ziel-Wikifolios, wie zum Beispiel „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener oder „Aktien? yeah!“ von Dirk Hagemann, am deutschen Aktienmarkt investiert.


Seitwärtsbewegung ist Warnsignal

Null Prozent. So groß ist nach Einschätzung von Experten das mittlere Kurspotenzial europäischer Standardaktien auf Sicht von einem Jahr: Laut der jüngsten Befragung des Informationsdienstes Reuters rechnen Analysten im Schnitt damit, dass der Leitindex Euro Stoxx 50 bis Ende Dezember 2017 nur bei 3 255 Punkten notieren wird – das entspricht genau dem inzwischen erreichten Stand.

Im Zuge der in den zurückliegenden Tagen beobachteten Kaufpanik an den hiesigen Börsen hat auch der Deutsche Aktienindex (Dax) sein prognostiziertes Renditepotenzial für die kommenden zwölf Monate schon jetzt vollständig ausgeschöpft. Rund eintausend Punkte ist der Leitindex innerhalb von knapp zwei Handelswochen nach oben getrieben worden.

Inzwischen ist die Rally ins Stocken gekommen. Trotz vermeintlich positiver fundamentaler Signale halten sich Anleger zum Wochenstart nach der jüngsten Kursrally zurück. So deutet zwar der neue Ifo-Geschäftsklimaindex darauf hin, dass die Stimmung der deutschen Wirtschaft momentan so gut wie seit fast zwei Jahren nicht.

Und auch der neue Monatsbericht der Bundesbank stimmt zuversichtlich: „Die Konjunktur in Deutschland dürfte im Jahresschlussquartal 2016 einen deutlich höheren Gang eingelegt haben", schreiben die Volkswirte der Notenbank. Dennoch trat der Dax etwas unterhalb seines jüngst markierten Jahreshochs von 11.451 Punkten am Montag nur noch auf der Stelle. Ein Warnsignal.

Quelle:  Handelsblatt Online
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