Musterdepots: Profitieren, wenn Dax aus der Puste kommt

Musterdepots: Profitieren, wenn Dax aus der Puste kommt

, aktualisiert 21. August 2016, 16:05 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Das defensive Handelsblatt-Musterdepot erzielt dann die höchste Rendite, wenn die Börsenbarometer auf der Stelle treten. Georgios Kokologiannis wartet deshalb auf das Erschlaffen der Sommer-Rally.

FrankfurtWährend die Aktienkurse in Europa und den USA in den vergangenen Wochen immer weiter in den Übertreibungsbereich geklettert sind, wurde das Musterdepot deutlicher auf ein Auslaufen der Börsenrally ausgerichtet: Durch einen höheren Bargeldbestand von inzwischen mehr als einem Drittel des Anlagekapitals – und durch den Zukauf spezieller Absicherungsprodukte. Mittelfristig erreicht das Portfolio hierdurch dann die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich nur noch auf der Stelle treten – oder sogar kräftig nachgeben.

Konkret: Bis zum kommenden Frühsommer steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 17 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Umgerechnet entspräche dies einer jährlichen Rendite von etwas mehr als sieben Prozent seit dem Start des defensiven Handelsblatt-Portfolios Anfang 2014, die genau im langfristig angestrebten Zielkorridor läge: einem Plus von im Schnitt sechs bis acht Prozent per annum – und zwar möglichst unabhängig davon, ob die Aktienmärkte gerade haussieren oder nicht.

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Ausgebaut hatte ich zuletzt den Bestand an sogenannten Reverse-Bonuszertifikaten, die sich tendenziell entgegengesetzt zum deutschen Leitindex Dax entwickeln (WKN: CD0EYZ). Diese speziellen Anlagepapiere profitieren davon, wenn der Sommerrally die Luft ausgeht - oder der Leitindex bis Juni 2017 sogar deutlich einbricht. Mindestens zwölf Prozent Gewinn lassen sich mit den Reverse-Bonuszertifikaten erzielen, solange der Dax unter der Marke von 12.100 Punkten bleibt. Bereits jetzt hat diese Depotposition knapp zwei Prozent an Wert gewonnen.


Sind Aktien in Niedrigzinszeiten wirklich altermativlos?

Laut Informationen des Bondindexanbieters Citigroup haben 61 Prozent der Staatsanleihen der Eurozone-Länder zum Monatsultimo Juli keine positive Rendite aufgewiesen, d.h. die aktuelle Rendite lag bei null oder war negativ. In der Schweiz betrug diese Quote sogar 97 Prozent. In Deutschland und Japan verzeichneten alle Staatsanleihen mit der Laufzeit bis zu 10 Jahren eine negative Rendite.

Dies ist eine unmittelbare Folge der aggressiven Niedrigzinspolitik der wichtigsten Notenbanken der Industrieländer. Das faktische Abschaffen eines risikolosen Zinses bedeutet sehr ernste Probleme für Banken und konservative institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Stiftungen oder Versicherungen. Aber auch private Anleger müssen feststellen, dass das klassische Sparen oder als sicher geltende Anlagen keine nennenswerte Rendite mehr erwirtschaften. Sind dann die Aktien wirklich alternativlos, wie man es in den letzten Monaten immer häufiger hört?

Wir sind der Meinung, dass dies für die Investoren, die einen langen Anlagehorizont haben, keinen gesetzlichen Restriktionen unterliegen und eine vernünftige Rendite erzielen möchten, stimmt. Für die Anleger, welche keine Schwankungen bei ihrem Vermögen sehen möchten und dafür bereit sind, auf die Rendite zu verzichten, sollten die konservativen beziehungs festverzinslichen Anlagen nach wie vor Priorität haben. Unser Musterdepot stellt ein Beispiel dar, wie ein renditeorientiertes transaktionsarmes Aktiendepot aufgebaut werden könnte


Abwarten lautet die Devise

Am kleinen Verfalltag für Optionen am Freitag dieser Woche setzte sich die Konsolidierung am Aktienmarkt fort. Die nächsten charttechnischen Unterstützungen liegen bei 10.350 Punkten, 10.150 Punkten und dann an der 200-Tage-Linie bei 10.080 Punkten.

Es wird viel diskutiert über mangelnde Gewinndynamik, Helikoptergeld, Käufe der EZB, Aktienindizes, ETF´s oder die Zinserhöhung in den USA. Diese Skepsis der Anleger erscheint mittelfristig gut für die Märkte, zeigt sie doch, dass viel Geld an der Seitenlinie steht was noch investiert werden kann.

Aber die Märkte sind seit dem Brexit Votum sehr gut gelaufen. Eine Korrektur in Höhe von fünf Prozent erscheint nach wie vor möglich, wir warten daher weiter ab. Der Markt kann durchaus bis zum Jahresende Richtung 11.000 Punkte oder auch darüber laufen.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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