Musterdepots: Rendite mit Wandelanleihen-Fonds

Musterdepots: Rendite mit Wandelanleihen-Fonds

, aktualisiert 12. September 2016, 17:32 Uhr
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Sönke Niefünd

Quelle:Handelsblatt Online

Angesichts der aktuellen Niedrigzinsen setzt Musterdepotstratege Sönke Niefünd auf einen Fonds, der weltweit in Wandelanleihen nachhaltiger Unternehmen investiert. Die Depots im Überblick.

FrankfurtDie aktuelle Verunsicherung an den Aktien- und Rentenmärkten nutzen wir, um eine fünfprozentige Position mit dem Salm-Salm Sustainability Convertible Fonds in Wandelanleihen aufzubauen. (WKN: A1C323) Der Fonds investiert weltweit in Wandelanleihen nachhaltiger Unternehmen.

Salm-Salm nutzt grundsätzlich keine synthetischen Wandelanleihen und konzentrieren sich auf originäre Emittenten deren Intention bei der Refinanzierung in der Regel übereinstimmend ist mit der Grundmotivation eine Wandelanleihe zu begeben. In der Kredit- und Nachhaltigkeitsanalyse erfolgt eine Auswahl der Wandelanleiheemittenten unter anderem anhand umfangreicher Ausschlusskriterien unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten.

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Wandelanleihen können die Sicherheit von Anleihen mit der Chance auf Kursgewinne am Aktienmarkt verbinden. Wandelanleihen waren in der Vergangenheit – aufgrund ihrer überlegenen risikoadjustierten Rendite – die besseren Aktien, und werden in der Zukunft vermutlich die besseren Anleihen sein – aufgrund ihrer Fähigkeit, potenziell steigende Zinsen (über-)kompensieren zu können. Steigen die Zinsen aufgrund einer besseren Konjunktur und steigender Inflationserwartungen, sollte der positive Aktienbeitrag den negativen Effekt auf den Anleiheteil überkompensieren, und Wandelanleihen profitieren. „Wandelanleihen sind die einzigen Anleihen der Welt, die einen Zinsanstieg kompensieren oder sogar überkompensieren können.“

Für Anleihe-Investoren haben Wandelanleihen den Charme, dass sie einerseits Anleihen sind, aber dennoch die Chance auf eine höhere Rendite bieten, sofern die Aktienkurse steigen. Die Streubreite von Wandelanleihen ähnelt eher denen von Anleihen, wobei die Renditen regelmäßig Aktien-ähnlich waren.

Ein Blick in die Historie zeigt, dass die Konvexität (Kennzahl zur Beschreibung des Verhaltens einer Anleihe bei Zinsänderungen) der Erträge mittelfristig zu einer überlegenen risikoadjustierten Rendite von Wandelanleihen gegenüber Aktien geführt hat. Das heutige Zinsniveau lässt vermuten, dass gleiches in Zukunft auch für den Vergleich zu festverzinslichen Investments wahrscheinlich ist.


Nervöse Börsen

Die Börsen zeigen sich in den letzten Tagen wieder einmal von ihrer eher nervösen Seite. Ob dies nun der Beginn einer Korrektur darstellt, oder ob dies mit Blickrichtung einer potentiellen Jahresendrally, im Rückblick als Kaufkurse betrachtet werden können, lässt sich wie immer nicht sagen. Somit beteiligen wir uns mit unserem Portfolio nicht an diesen Spekulationen.

Fakt ist, dass man mit Aktien über einen langen Zeitraum im Vergleich zu allen anderen Vermögensklassen immer gutes Geld verdienen konnte. Der Ertrag wird aber in den meisten Fällen nicht schmerzfrei generiert. Der Preis den Investoren bezahlen, sind die mithin sehr heftigen Kurskorrekturen. Im Großen und Ganzen plädieren wir dazu, Marktschwankungen an den Aktienmärkten zu akzeptieren.

Nur in außergewöhnlichen Fällen – wie beispielsweise bei Kurskapriolen wie  im Jahr 2008 oder auch 2001/2002 – haben wir ein Wertsicherungssystem entwickelt, um Teile des Portfolios zu schützen. Grundsätzlich sollten Anleger die in Aktien investiert sind, auch mit den Volatilitäten des Aktienmarkts umgehen können. Die Gesetze des Kapitalmarkts können nicht durchbrochen werden, und wenn doch, dann zumindest nicht nachhaltig und langfristig.


Rendite mit Reverse-Produkten

Ausgebaut habe ich vor einem Monat den Bestand an Reverse-Bonuszertifikaten. Diese Anlageinstrumente tragen derzeit dazu bei, die Wertentwicklung des Handelsblatt-Depots zu stabilisieren. Denn sie entwickeln sich tendenziell entgegengesetzt zum Aktienmarkt und kompensieren dadurch zwischenzeitliche Verluste anderer Depotpositionen.

So haben die im August erworbenen Reverse-Zertifikate, die sich auf den Dax beziehen, bereits über vier Prozent an Wert zugelegt (WKN: CD0EYZ). Mittlerweile ist knapp ein Drittel des verfügbaren Kapitals in solchen Produkten investiert.

Damit lassen sich insgesamt noch mindestens siebeneinhalb Prozent weiterer Ertrag erzielen, solange der deutsche Aktienindex bis Ende Juni kommenden Jahres unter der Marke von 12.100 Punkten bleibt. Das entspricht umgerechnet einer Rendite von ziemlich genau zehn Prozent per annum.

Zum Minusgeschäft werden die Produkte, falls der Dax bis zum nächsten Frühjahr unerwartet stark steigen sollte - und dabei die relevante Barriere bei 12.100 Punkten hinter sich lässt.

Wichtig: Nur in Verbindung mit den weiteren Depotbestandteilen passen diese Derivate zu meiner auf Verlustvermeidung ausgerichteten Strategie. Separat betrachtet können sie dagegen auch deutlich in den roten Bereich rutschen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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