Musterdepots: Robuste Grundlage für eine solide Performance

Musterdepots: Robuste Grundlage für eine solide Performance

, aktualisiert 09. Juli 2017, 20:27 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Depotstratege Alexander Kovalenko erklärt seine Investitionsentscheidung im Detail.

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Spekulationen um einen Ausstieg der Europäischen Zentralbank aus der expansiven Geldpolitik haben die Renditen für Anleihen erhöht – das macht sie für Anleger wieder interessant – und auf der Gegenseite die Aktienkurse belastet. Sollten die Zinsen tatsächlich weiter steigen, dürften nach Meinung der Commerzbank vor allem die Kurse von Unternehmen mit einer hohen Verschuldung unter Druck kommen. Dazu zählen unter anderem Eon, RWE und Deutsche Lufthansa. Alle drei Aktien hatten sich seit Jahresbeginn mit Kursgewinnen von bis zu 60 Prozent (Lufthansa) sehr gut entwickelt.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Zu den wichtigsten Vorteilen unseres Anlageprozesses gehört die Meinungsfreiheit sowie der Ausschluss von Emotionen bei den Investmententscheidungen. Die Investitionsquote wird über ein Wertsicherungsmodell gesteuert, das von uns nicht „überstimmt“ werden darf. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt nach strikten fundamentalen Kriterien. So sind wir in der komfortable Lage, in der wir keine explizite Meinung zum weiteren kurzfristigen Verlauf der Börsen brauchen. Wir wissen, dass Aktien langfristig eine überragende Anlageklasse darstellen. Wir wissen auch, dass unterbewertete Titel mit einem vernünftigen Geschäftsmodell langfristig den breiten Markt schlagen. Und wir wissen, wie man effektive Bewertungsmodelle entwickelt. Dies zusammen bildet eine robuste Grundlage für unseren Anlageprozess.

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Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Ein schwacher Ölpreis, um 17 Prozent entfernt von seinem Jahreshoch, und gestiegene Renditen am Rentenmarkt setzen dem deutschen Aktienmarkt zu. Immerhin: Der Dax konnte sich nach starken US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag stabilisieren.
Gegen den Trend fester notiert die Deutsche Lufthansa. In unserem Musterdepot halten wir deren nachrangige Anleihe, die aktuell bei 109,355 Prozent und sich damit in der Nähe des Allzeithochs bewegt. Diese Kapitalanlage verzeichnet 2017 einen Kursgewinn von 3,80 Prozent – sie beschert uns bis 2021 einen festen Kupon von 5,125% p.a. und wird danach variabel verzinst.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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