Musterdepots: Weitere Sprintzertifikate verkauft

Musterdepots: Weitere Sprintzertifikate verkauft

, aktualisiert 08. August 2016, 08:16 Uhr
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Georgios Kokologiannis

Quelle:Handelsblatt Online

Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis hat wie geplant die Investitionsquote seines Musterdepots reduziert. Dafür verkaufte er einen Teil seiner Sprintzertifikate, die sich auf den Euro Stoxx 50 beziehen.

Wie angekündigt, nutze ich die anziehenden Notierungen an den Aktienmärkten dazu, um die Investitionsquote des Musterdepots zu reduzieren: Ich verkaufe einen weiteren Teil der Sprintzertifikate, die sich auf den Euro Stoxx 50 Index beziehen (WKN: CW7CXY).

Fundamental betrachtet steht das verbleibende Aufwärtspotenzial bei Dax & Co. in keinem vertretbaren Verhältnis mehr zu den Rückschlagrisiken. Das defensive Handelsblatt-Portfolio wird daher darauf ausgerichtet, bis Anfang 2017 selbst bei stagnierenden und leicht fallenden Aktienkursen noch etwa vier bis fünf Prozent Ertrag zu erzielen.

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In den vergangenen Tagen haben die Experten-Stimmen zugenommen, die vor überzogenem Optimismus warnen – diese Einschätzung teile ich. Die Analysten der DZ-Bank beispielsweise  raten Anlegern, spätestens beim Erreichen eines Kursniveaus beim  Dax von 10.300 bis 10.400 Dax-Punkten Aktienverkäufe vornehmen.

Und Strategen von Goldman Sachs empfehlen Aktien „unterzugewichten“. Die Experten der US-Bank erwarten, dass der marktbreite Wall-Street-Index S & P 500 wie auch sein europäisches Pendant Stoxx Europe 600 in den nächsten drei Monaten ein Zehntel ihres Wertes verlieren könnten. Die Aktienkurse bewegten sich mittlerweile an ihren Obergrenzen.


Alexander Kovalenko

Bei unserem Musterdepot wird kein direktes Exposure in japanischen Wertpapieren gehalten. Nichtsdestotrotz widmen wir uns regelmäßig dem Zustand der japanischen Volkswirtschaft, da dieses asiatische Land ein Experiment mit der ultralockeren Geldpolitik gepaart mit gigantischen Konjunkturprogrammen seitens der Regierung ins Extreme treibt. Die Erfahrungen aus Japan können sehr lehrreich für die EZB und die europäischen Regierungen sein, denn die Problematik ist abgesehen von regionalen Besonderheiten grundsätzlich gleich: Ein schwaches Wachstum und  fehlende Inflation, begleitet durch eine hohe Staatsverschuldung. Japan befindet sich allerdings in einem deutlich fortgeschritteneren Stadium.

Erst vor kurzem wurde ein neues massives Konjunkturprogramm angekündigt. Bisher haben all die Anstrengungen der Regierung und der Notenbank zu keinen nennenswerten Erfolgen bei der Wachstumsgenerierung oder der Inflation geführt. Ganz anders sieht es interessanterweise beim Aktienmarkt aus. Zwischen Ende 2008 und Mitte 2015 haben die jeweiligen Leitindizes – der japanische NIKKEI 225 und der US-amerikanische S&P 500 – beinahe die gleiche Performance geliefert. Gleichzeitig befindet sich die US-amerikanische Volkswirtschaft in einem signifikant besseren Zustand als die Japanische.

Was heißt dies für die Eurozone? Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB mögen einen nur mäßigen Erfolg bei den unmittelbaren Zielen – Wachstum und Inflation – haben, der Aktienmarkt kann jedoch massiv von den gigantischen Liquiditätsströmen profitieren. Laut offizieller Statistik verharrt die Euro-Inflation auf einem extrem niedrigen Niveau, welches weit von den gewünschten zwei Prozent entfernt ist. Gleichzeitig gibt es bspw. in Deutschland einen Immobilienboom und der Aktienmarkt ist in den letzten Jahren gut gelaufen, was zeigt, wohin das Geld fließt. Dies dürfte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.  


Sönke Niefünd

Zugleich kündigte sie an, alles nötige zu tun, um nach dem Brexit-Votum für Stabilität zu sorgen. Neben dem Arbeitsmarktbericht aus den USA standen noch am Freitag einige Geschäftszahlen aus der Berichtssaison auf der Agenda.  Durch das regenreiche Wetter sind zahlreiche Großschäden entstanden, welche sich negativ auf die 2. Quartalzahlen der Allianz auswirken. Daneben leiden Versicherer ebenso wie die Banken deutlich unter der Nahe-Nullzins-Politik von EZB-Präsident Mario Draghi. Diese setzt die Ergebnisse aus Anlagen in Anleihen unter Druck. Nur ein Argument von vielen, warum wir Bankaktien im Portfolio meiden.

Am kommenden Dienstag, 9. August 2016, erwarten wir die Unternehmenszahlen des Dax-Konzerns Munich Re. Der Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hatte im Mai bereits das Gewinnziel für 2016 gesenkt. Sollte der Umbau der Konzerntochter Ergo schneller als erwartet verlaufen sowie die diesjährige Hurrikan-Saison weniger Schäden verzeichnen, ist Munich Re für eine Überraschung gut. Wir warten hier aktuell mit einem Engagement ab.

Nachhaltigkeit lässt sich durch eine Vielzahl von Indikatoren für Ökologie, Soziales und Ethik/ Unter­nehmens­führung messen. International hat sich hierfür das Kürzel ESG etabliert: Es steht für Environment (E), Social (S) und Governance (G).

In unserem Ansatz kann ein Einzeltitel innerhalb der vier Säulen Umwelt, Soziales, Unternehmensführung (ESG) und Wirtschaftliches einen Score 0 bis 100 Punkte erhalten. Damit ein Einzeltitel für uns investierbar ist, muss dieser in jeder Säule einen Score von mindestens 65 Punkten aufweisen. Beispielsweise hat Munich Re im ESG-Bereich folgende Werte: Environment (E) = 79,74, Social (S) = 89,07 und Governance (G) = 58,67 und ergibt einen Gesamt-ESG-Wert von 75,83.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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