Musterdepots: Wenn alle den Crash erwarten, kommt er nicht

Musterdepots: Wenn alle den Crash erwarten, kommt er nicht

, aktualisiert 11. April 2017, 17:23 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer rechnet mit einer Korrektur der Märkte.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Unser Bargeldbestand ist immer noch sehr hoch, was ein aufmerksamer Leser kritisch anmerkte und mit der Frage verknüpfte, ob ich denn mit einem Crash rechne. Nein, lautet meine Antwort, sehr wohl aber mit einer Korrektur und der Hoffnung, Aktien dann günstiger zu bekommen. Bislang mag der Markt aber nicht korrigieren, doch wirklich aufwärts geht es auch nicht. Seit dem Start des Musterdepots im März treten die großen Börsenindizes, auch der Dax, nur auf der Stelle. Auch die täglichen Schwankungen sind gering. Die Pattsituation zwischen Bullen und Bären ist zum Greifen nahe.

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Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

In unserem Aktienkernportfolio befinden sich derzeit 15 Einzeltitel, welche auf Basis fundamentaler Kriterien selektiert werden. Mit dem schweizerischen Versicherer Baloise haben wir nur einen Vertreter der Finanzbranche im Portfolio. Die Bankenaktien wurden von uns von Anfang an aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Dies hängt nicht mit den aktuellen Problemen der deutschen oder italienischen Institute zusammen, sondern mit der allgemeinen Undurchsichtigkeit der Bankbilanzen. Neben dieser Grundeinstellung gibt es aktuell einige Faktoren, welche die Profitabilität der Finanzinstitute mittelfristig weiterhin stark unter Druck setzen können. Dazu gehört in erster Linie ein dauerhaftes Niedrig- bzw. Nullzinsenumfeld, welches eine ernste Herausforderung darstellt.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Wir haben bisher in 2017 etwa 5,5 Prozent erwirtschaften können. Damit sind wir mehr als zufrieden. Die Aktienquote war nie mehr als 50%. Aus allen drei Assetklassen Aktien, Renten, Rohstoffe haben wir einen positiven Renditebeitrag erhalten. Lediglich die 13 prozentige Liquiditätsquote hat keine Zinsen gebracht. Wie auch, dank Herrn Draghi. Nichtsdestotrotz, für uns ist Liquidität die Taktische Manövriermasse und Liquidität bleibt für uns als Anlageklasse ein stets wichtiger Baustein. Aus portfoliotheoretischer Sicht ist Liquidität aufgrund der stabilen neutralen Korrelation gegenüber den gängigen Anlageklassen eine gute Möglichkeit, das Portfolio über schwierige Kapitalmarktphasen hinweg zu stabilisieren. Abschließend bietet sie uns die Option bei Marktschwäche opportunistisch und antizyklisch Investments vornehmen zu können.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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