Musterdepots: Wie der Januar, so das Jahr

Musterdepots: Wie der Januar, so das Jahr

, aktualisiert 27. Dezember 2016, 09:56 Uhr
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Sönke Niefünd

Quelle:Handelsblatt Online

Die Zeit zwischen den Jahren nutzen Anleger traditionell für das Ausmisten ihres Depots. Das führt zu Bewegungen am Markt. Für Musterdepotautor Sönke Niefünd Anlass genug, alte Börsenweisheiten auf die Probe zu stellen.

In den letzten Tagen ist die Volatilität im Da spürbar niedriger geworden. Der VDax ist unter 18,00 gefallen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm im Januar? Oder die Ruhephase vor der nächsten Rally?
Den Jahresanfang empfinden viele Investoren stets als gute Gelegenheit, um ihre Anlagen neu zu ordnen und auf Aktien zu setzen. Diese allgemeine Aufbruchsstimmung ist aber häufig nur in den ersten Handelstagen spürbar.

Wie der Börsenmonat Mai mit „Sell in May and go away“ hat eben auch der Januar seine Börsenweisheit mit „As goes January, so goes the year“. Der „Januar-Effekt" ist in der Historie jedoch sehr vielfältig gewesen und auch nicht immer verlässlich. So wie viele Börsenweisheiten. Allerdings vertrauen mittlerweile so viele Investoren auf einen traditionell starken Börsenmonat Januar, dass man schon fast von einer „Self-fulfilling prophecy“ ausgehen kann.

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Die Privatanleger verkaufen traditionell zum Ende des Jahres die bis dato schlecht gelaufene Aktien, um Verluste zu realisieren, die sie dann mit ihren Gewinnen gegenrechnen und so die Steuerbelastung mindern können. Zu Jahresbeginn wird dann ein Großteil des Geldes neu investiert. Diese Motivation haben wir im Handelsblatt Privatbank-Musterdepot nicht.
Unsere Strategie für die restlichen Tage des Jahres 2017 wird sein, dass wir weiterhin zurückhaltend bleiben und unsere Liquidität „trocken“ halten. Denn wir erwarten eine erhöhte Volatilität in 2017 bei Aktien und Anleihen, die wir gerne nutzen möchten, da wir langfristig positiv für den Aktienmarkt sind.


Und ewig grüßt die Deutsche Bank

Zu den volatilsten Aktien im deutschen Leitindex zählen schon seit langem die Bankenwerte – vor allem ablesbar an der Kursentwicklung der Deutschen Bank. Noch Ende September dieses Jahres rutschte der Kurs kurzfristig unter die Marke von zehn Euro.

Nach der Einigung um die Hypothekenfinanzierungen mit den USA stieg das Wertpapier am vergangenen Freitag für kurze Zeit über 18,50 Euro. Geht dieser Anstieg so weiter? Vermutlich nicht, denn für Deutschlands größtes Geldhaus ist mit der Übereinkunft lediglich ein großes Desaster, eine große Kapitalerhöhung, vermieden worden.

Was fehlt, ist noch eine Strategie, wie man künftig nachhaltig Gewinne erzielen. Solange dürfte es keinen nachhaltigen Kursanstieg geben.


US-Aktien – teuer, aber essentiell

Das „Social Trading“-Depot hat einen klaren Fokus auf europäische Aktien. Dies wird zu 70 Prozent über Einzeltitel und zu etwa 16 Prozent über wikifolio-Zertifikate realisiert. Die Liquiditätsquote beträgt derzeit rund vier Prozent. Die verbleibenden zehn Prozent sind in das „Dogs of the Dow Low Five“-Wikifolio von Thomas Riepl sowie in das „ETF-Werte des ICAX“-Wikifolio von Uwe Freier investiert und bilden unser Exposure in der größten Volkswirtschaft der Welt - USA.

Ein US-Exposure zwischen zehn und 15 Prozent stellt eine strategische Position dar und wird seit Auflage des Musterdepots gehalten. Die Produktivität, die Flexibilität und die Innovationskraft der US-amerikanischen Wirtschaft geben zusammen mit der Hoffnung auf ein massives Investitionsprogramm unter Präsident Trump einen Schub für die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks. Die makroökonomischen Daten sprechen für eine weiterhin günstige Konjunktur.

Die Beschäftigung sowie die Erwerbsquote steigen, die Arbeitslosenquote bleibt unter fünf Prozent, was für den Konsumsektor wichtig ist. Die gestiegenen Stundenlöhne wirken ebenfalls stimulierend auf die Konsumausgaben. Gleichzeitig bleibt die US-Konjunktur nicht überhitzt und die Inflation bisher unter dem Zielwert von zwei Prozent. Der US-Aktienmarkt ist zwar nicht günstig, ist jedoch im globalen Kontext zu wichtig, um ignoriert zu werden.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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