Musterdepots: „Wir halten Liquidität für Zukäufe“

Musterdepots: „Wir halten Liquidität für Zukäufe“

, aktualisiert 25. April 2017, 20:41 Uhr
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Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Quelle:Handelsblatt Online

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Musterdepotstratege Ulf Sommer kauft einen Indexfonds auf Aktien von Goldminenbetreibern.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Die Aktienkurse steigen und steigen. Nachholbedarf haben Aktien von Goldminenbetreibern. Sie waren bis Anfang 2016 dreieinhalb Jahre lang um durchschnittlich gut 75 Prozent abgestürzt und notieren aktuell weit unter den Allzeithochs. Die weltweit Großen der Branche sind Barrick, Newmont, Goldcorp und Harmony. Um nicht auf einzelne Werte zu setzen, kaufen wir einen ETF. Es fasst die führenden Goldminen-Konzerne zusammen. Im Vordergrund steht der Langfristerfolg – in Erwartung, dass Gold als Reservewährung gefragt bleibt und der Rohstoff nicht beliebig vermehrbar ist.

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Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der finnische Papierproduzent UPM-Kymmene hat am Dienstag überraschend gute Quartalsergebnisse präsentiert. Vor allem die Nachfrage aus China hat den Gewinn steigen lassen. UPM-Kymmene hatte in den letzten Jahren mit einer sinkenden Nachfrage nach Qualitätspapier zu kämpfen, was auf den Vormarsch der digitalen Medien zurückzuführen ist. Das Unternehmen konterte jedoch mit einem harten Restrukturierungsprogramm. Die UPM-Aktie befindet sich seit Auflage des Musterdepots im Portfolio und weist aktuell eine Total-Return-Performance (inklusive Dividende) von über 100 Prozent auf.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Auch wenn das Ergebnis des ersten Wahlgangs in Frankreich wie ein Befreiungsschlag für die europäischen Aktienmärkte wirken mag, neigen wir dazu, diese neue Situation nüchtern zu bewerten. Noch ist Emmanuel Macron nicht der Präsident Frankreichs, zudem sind wir in unserem Musterdepot gut aufgestellt.

Nach wie vor halten wir Liquidität für situative Zukäufe vor. Weiterhin erfreuen wir uns an der Entwicklung der nachrangigen Anleihe der Deutschen Lufthansa. Deren Kurs steigt heute auf 109,30 Prozent. Diese Kapitalanlage verzeichnet in 2017 einen Kursgewinn von 3,75 Prozent, sie beschert uns bis 2021 einen festen Kupon von 5,125 Prouzent p.a. und wird danach variabel verzinst. Unter Nachhaltigkeitsaspekten ist die Deutsche Lufthansa mit einem durchschnittlichen Gesamt-ESG in Höhe von 75,09 bewertet – wir bleiben hier investiert und insgesamt wachsam.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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