Nach Börsen-Pleiten in China: Bitcoin begibt sich erneut auf Talfahrt

Nach Börsen-Pleiten in China: Bitcoin begibt sich erneut auf Talfahrt

, aktualisiert 15. September 2017, 13:52 Uhr
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Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte der Kurs zwischenzeitlich um fast 30 Prozent ab.

Quelle:Handelsblatt Online

Einen Tag nach der Pleite von BTC China hat auch die chinesische Bitcoin-Börse ViaBTC dicht gemacht. Der Kurs der Cyberwährung muss deswegen einen deutlichen Verlust hinnehmen. In China droht schon weiterer Ärger.

FrankfurtDoppelter Tiefschlag für Bitcoin & Co: Rund 24 Stunden nach dem Konkurrenten BTC China verkündete die Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende und schickte die Kurse von Internet-Währungen in den Keller. Auf ViaBTC fiel Bitcoin am Freitag um etwa 16 Prozent auf 18.000 Yuan (2750 Dollar). Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte er sogar um fast 30 Prozent auf 2767,85 Dollar ab. Damit kostete Bitcoin aber immer noch gut drei Mal so viel wie zu Jahresbeginn.

ViaBTC begründete die Entscheidung mit der Warnung der chinesischen Behörden vor den Risiken der Cyber-Währungen Anfang des Monats. Diese hatten parallel dazu Börsengänge von Cyber-Währungen, sogenannte Initial Coin Offerings (ICO), verboten. In den Monaten zuvor hatten chinesische Investoren umgerechnet 333 Millionen Euro bei diesen ICOs angelegt. Medienberichten zufolge will die Regierung in Peking den Handel mit Kryptowährungen komplett verbieten.

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Am Freitag warnte Li Lihui, Vertreter des chinesischen Branchenverbandes der Internet-Finanzwirtschaft und ehemaliger Chef der Bank of China, „staatenlose“ Cyber-Währungen könnten für illegale Aktivitäten genutzt werden. Von offiziellen Stellen entwickelte Internet-Währungen seien dagegen nützlich - passende gesetzliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt. Am Donnerstag hatte der Verband bereits dazu aufgerufen, auf den Handel mit Bitcoin & Co. zu verzichten.

Vor einige Tagen hatte auch der Chef der US-Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, Cyber-Währungen scharf kritisiert. Er bezeichnete Bitcoin als Betrug. Auch der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny warnte vor einigen Wochen vor den Gefahren. Ein Verbot sei allerdings kein Thema.

Für Kryptowährungen wie Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen. Da Beträge schnell und anonym weltweit transferiert werden können, sind diese Währungen auch für Nutzer interessant, die Geld aus illegalen Geschäften waschen oder Kapitalkontrollen umgehen wollen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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