Nach dem Stresstest: So reagieren die Bankaktien

Nach dem Stresstest: So reagieren die Bankaktien

, aktualisiert 01. August 2016, 12:59 Uhr
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Der Aktienkurs der italienischen Bank erholte sich nach Bekanntgabe des Rettungsplans.

Quelle:Handelsblatt Online

Beim Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht ist insgesamt der große Schock ausgeblieben. Doch vor allem die deutschen Banken schnitten schlecht ab. Wie die Anleger auf die Ergebnisse reagieren.

Düsseldorf/FrankfurtDie Ergebnisse des mit Spannung erwarteten europaweiten Bankenstresstests nahmen Aktionäre mit gemischten Gefühlen auf. Nach ihrer Kursrally am Freitag im Vorfeld der Veröffentlichung der Ergebnisse des europaweiten Bankenstresstests nahmen Anleger am Montag Gewinne mit.

Nach anfänglichen Kurszuwächsen verloren Deutsche Bank zwei Prozent, Commerzbank mehr als drei Prozent. „Die Ergebnisse haben zwei Seiten“, sagte ein Händler. Zwar sei der Test für die beiden größten deutschen Geldhäuser nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, dennoch mache er die Kapitalnot der Institute deutlich.

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Beim Gesundheitscheck der Aufsichtsbehörde EBA landeten die Deutsche Bank und die Commerzbank unter den letzten zehn von 51 überprüften Geldhäusern. Die auf Herz und Nieren getesteten Banken hätten ihre Kapitalpolster in den vergangenen Jahren zwar gestärkt, seien aber noch nicht völlig gesund, sagte EBA-Chef Andrea Enria.

Auf den vorletzten Platz kam die österreichische Raiffeisen Zentralbank (RZB), was die Aktien der RZB-Tochter Raiffeisen Bank International belastete. Die harte Kernkapitalquote würde in einem Stress-Szenario auf 6,12 Prozent von 10,2 Prozent Ende 2015 schrumpfen. Die Titel brachen an der Börse in Wien zeitweise um mehr als neun Prozent ein.

Die Stärkung des Eigenkapitals sei eines der wesentlichen Ziele, teilte die RZB-Gruppe nach der Veröffentlichung des Stresstest mit. Die RBI bestätigte ihr Vorhaben, bis Ende 2017 die harte Kernkapitalquote auf mindestens zwölf Prozent zu steigern. Erreicht werden soll dies mit einem umfassenden Konzernumbau. Auf den unteren Plätzen landeten auch Unicredit, die sechs Prozent verloren, sowie die spanische Banco Popular. Deren Aktien gaben 4,8 Prozent nach.

Positiv nahmen Bankanleger die Aussicht auf eine Rettung der angeschlagenen Monte dei Paschi di Siena auf. Die Aktien der drittgrößten italienischen Bank stiegen um gut zwei Prozent. Monte dei Paschi landete beim Stresstest zwar erneut auf dem letzten Platz, die Europäische Zentralbank (EZB) gab aber grünes Licht für den Rettungsplan des ältesten Geldhauses der Welt. Auch eine dringend benötigte Kapitalerhöhung über bis zu fünf Milliarden Euro ist unter Dach und Fach.

Quelle:  Handelsblatt Online
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