Nach der Börsenrally: Diese Aktien gehören jetzt ins Depot!

Nach der Börsenrally: Diese Aktien gehören jetzt ins Depot!

von Hauke Reimer und Anton Riedl

Börsenhochs jagen Anlegern oft Angst vor fallenden Kursen ein. Das muss nicht sein, denn solange die Notenbanken mitspielen, läuft die Rally weiter. Mit diesen zehn deutschen Aktien können Sie davon profitieren.

Anleger verlassen sich auf den Draghi/Bernanke-Put. Ein Put berechtigt einen Spekulanten, seinem Gegenüber Papiere aufs Auge zu drücken. Will heißen: Wenn es eng wird an den Märkten, dann werden die beiden Notenbanker schon Papiere kaufen, also Liquidität in die Märkte pumpen. Und was sollen Investoren sonst machen? Solide Anleihen bringen nichts, besser verzinste sind gefährlicher als jede Aktie.

Sicher: Seit der Dax die magische Marke 8000 in diesem März zum zweiten Mal genommen hat, schwingt die Angst vor einem Absturz mit, denken viele an 2000 und 2007, als der Dax auf ein Rekordhoch kletterte und dann grausam fiel. Crash-Gründe gibt es zuhauf; vom Wiederaufflammen der Schuldenkrise über den wachstumsgefährdenden US-Haushaltsstreit bis zur Kriegsgefahr in Korea. Und: Wer lange Zeiträume anschaut, so wie Yale-Professor Robert Shiller, findet Aktien teuer. Das von ihm berechnete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), in das Unternehmensgewinne aus zehn Jahren einfließen, liegt bei 23, sieben Punkte über dem Durchschnitt seit 1881. Damit ist aber noch nicht gesagt, dass die Märkte jetzt auf diesen Durchschnitt zulaufen. Im Gegenteil: So lange die Notenbanken mitspielen, läuft die Rally.

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Quelle: dpa

Selbst Pessimisten, die die Welt in Richtung Hyperinflation und Crash laufen sehen, müssen Aktien nachfragen. Denn vor dem Crash kommt, frei nach dem österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises, die Katastrophenhausse, in der alle noch schnell ihr Papiergeld gegen Sachwerte tauschen wollen.

Fazit: Aktien muss man haben. Aber bitte die richtigen. Wie die folgenden zehn.

Klöco - Harte Spekulation

Wegen der schwachen Stahlnachfrage machte Stahlhändler Klöckner & Co im vergangenen Jahr 198 Millionen Euro Verlust. An der Börse ist das abgehakt, weil sich die Aussichten für 2013 aufhellen: In Europa rechnet Klöco noch mit einer leicht sinkenden Nachfrage nach Stahl, das stabile US-Geschäft (dessen Umsatzanteil Klöco in diesem Jahr auf mehr als 40 Prozent hochschrauben wird) soll das ausgleichen. 1800 Stellen werden abgebaut, 60 Standorte (vor allem in Europa) geschlossen – das bringt die Gewinnzone näher.

Feuer ist in die Aktie gekommen, seit Baustoffmilliardär Albrecht Knauf mit acht Prozent einstieg. Mit Klöco will er seinen eigenen, kleinen Metallhandel ausbauen. Um Macht bei Klöckner zu bekommen, müsste Knauf aber auf mindestens 25 Prozent aufstocken. An die 200 Millionen Euro würde ihn das kosten – für Knauf kein Problem. Und mit Klöckner bekäme er mit 1,6 Milliarden Euro Eigenkapital (42 Prozent der Bilanzsumme) ein gesundes Unternehmen – so wie die Anleger.

Heidelcement - Mit Polster

Um Haaresbreite entkam der Baustoffkonzern 2008/09 der Pleite. Er rettete sich, weil er die Belegschaft um ein Fünftel verkleinerte, die Finanzierung von Bankkrediten auf Aktien und Anleihen umstellte und zudem auf große Übernahmen verzichtete. Heute ist die Bilanz mit rund 50 Prozent Eigenkapital gut gepolstert, die Nettoschulden dürften sich bei ungefähr sieben Milliarden Euro einpendeln – der kapitalintensiven Zementproduktion durchaus angemessen.

Das operative Geschäft mit Beton, Zement, Kies oder Klinker ist in Europa zwar noch rückläufig, dürfte sich aber durch den Immobilienboom bald stabilisieren. In Nordamerika zieht die Nachfrage deutlich an (plus zehn Prozent gegenüber Vorjahr); in großen Schwellenländern wie Indien steigt sie derzeit um bis zu acht Prozent pro Jahr. Neue Hoffnungsträger sind die Länder südlich der Sahara, hier haben die Heidelberger Investitionsvorhaben für 300 Millionen Euro laufen. Die Aktie ist in den vergangenen Monaten schon kräftig losgezogen, hat aber, gemessen an ihrem einstigen Börsenwert, noch Potenzial.

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