Nach der Pleite: Bundesbank warnt abermals vor Risiken durch Bitcoin

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Nach der Pleite: Bundesbank warnt abermals vor Risiken durch Bitcoin

Die Bitcoin steht für eine Digital-Währung, die unabhängig von Banken und Regierungen funktioniert. Die Pleite der größten Bitcoin-Börse Mt.Gox schürte jedoch Zweifel an der Idee. Die Warnungen, sich auf das virtuelle Geld einzulassen, reißen nicht ab.

Die Deutsche Bundesbank hat abermals vor der Digitalwährung Bitcoin gewarnt. „Bitcoins sind kein Zahlungsmittel, sondern ein hoch spekulatives Finanzinstrument“, sagte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Notenbank fühle sich durch die Entwicklung der vergangenen Wochen bestätigt. Mehrere Internetbörsen für Bitcoins waren in den vergangenen Wochen Opfer von Hackern geworden, zum Teil hatten Anleger dabei viel Geld verloren.

Die auch als „Hacker-Währung“ bezeichneten Bitcoins gibt es seit 2009. Sie werden in komplizierten Rechenprozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Bitcoins sollen einen Zahlungsverkehr ermöglichen, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Aktuell kostet der Bitcoin rund 640 Dollar. Im vergangenen Jahr hatte die virtuelle Währung hohe Popularität erreicht. Ende 2013 war der Kurs auf über 1150 Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Im Dezember 2012 hatte ein Bitcoin lediglich 13 Dollar gekostet.

„Bitcoins-Nutzer setzen häufig darauf, dass das Bezahlen im Internet mit Bitcoin billiger ist als eine internationale Überweisung oder das Zahlen mit Kreditkarte“, sagte Thiele weiter. „Sie übersehen dabei aber unter anderem, dass der Kurs der Bitcoins stark schwankt. Letztlich können die Kursverluste schnell erheblich höher sein als alle Überweisungs- oder Kreditkartengebühren.“ Bitcoins seien ein relativ junges Phänomen, so der Bundesbankvorstand, deshalb werde international noch nach dem angemessenen Umgang damit gesucht. „Die Regelungen in den verschiedenen Staaten sind daher zum Teil unterschiedlich.“ In der EU stehe die Diskussion darüber noch am Anfang, so Thiele weiter. Eine Arbeitsgruppe der europäischen Bankenaufsicht EBA kümmere sich um das Thema.

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Die New Yorker Finanzaufsicht NYDFS hat sich bereits für kontrollierte Bitcoin-Handelsplätze eingesetzt. Bis Ende des zweiten Quartals 2014 soll der Entwurf für ein Regelwerk vorgelegt werden. „Die jüngsten Probleme bei Mt.Gox und anderen Firmen zeigen den dringenden Bedarf einer stärkeren Aufsicht über virtuelle Währungen“, hatte New Yorks oberster Finanzaufseher Benjamin Lawsky betont. New York ist damit der erste US-Staat auf dem Weg zur Regulierung von digitalen Währungen.

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