ThemaAktien & Börse

alles zum Thema
_

Nach Etappensieg vor US-Gericht: Die Porsche-Aktie rast davon

Die Porsche Holding kämpft nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW mit milliardenschweren Klagen. Eine Klage wies ein US-Gericht nun ab - die Aktie der Stuttgarter profitiert davon kräftig.

porsche Quelle: dpa
Ein Gerichtsentscheid gibt der Porsche-Aktie Rückenwind. Quelle: dpa

Der Etappensieg vor einem US-Gericht in einem milliardenschweren Rechtsstreit nach der Übernahmeschlacht mit VW hat am Freitag die Aktien der Porsche Holding SE beflügelt. Die Anteilsscheine legten am letzten Handelstag des Jahres an der Börse um über sechs Prozent zu. Am Mittag standen die Papiere bei rund 61,70 Euro. Am Donnerstagabend hatte das Unternehmen mitgeteilt, ein Berufungsgericht habe entschieden, dass New York nicht der richtige Gerichtsstand für die Beurteilung der Ansprüche von Hedgefonds sei. Auf Bundesebene läuft noch ein weiteres Verfahren.

Anzeige

26 Fondsgesellschaften werfen dem Konzern Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung vor. Der New York State Supreme Court hatte einen Antrag auf Klageabweisung zunächst zurückgewiesen, dagegen war Porsche in Berufung gegangen und bekam nun Recht. Die Kläger können laut Porsche nun innerhalb von 30 Tagen Rechtsmittel dagegen einlegen. Analyst Michael Punzet von der DZ Bank sagte, die zurückgewiesene Klage sei als Teilerfolg zu sehen, auch wenn die Entscheidung aus rechtlichen Gründen vorgenommen worden sei und nicht wegen der Klage selbst.

30 Werte im Test Dax-Aktien zum Durchstarten

Alle Dax-Werte im Härtetest: Bei welchen der Top-30-Werte sich ein Kauf für Anleger lohnt, von welchen Dax-Aktien Sie 2013 erst einmal die Finger lassen sollten.

30 Werte im Test: Dax-Aktien zum Durchstarten für 2013

Die Hedgefonds wollen in den USA insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Dollar (heute 1,06 Milliarden Euro) von der Porsche Holding. Die Fondsgesellschaften hatten vor dem New York State Supreme Court geklagt, nachdem das dortige Bundesgericht Ende 2010 eine Klage gegen die Porsche Holding abgewiesen hatte.

In einem separaten Verfahren wird in den USA zudem auf bundesstaatlicher Ebene ebenfalls über Zuständigkeitsfragen verhandelt. Die Porsche SE hatte dabei in erster Instanz gewonnen. Die Gegenseite hat Berufung eingelegt, eine Entscheidung erwartet Porsche in den kommenden Wochen.

weitere Artikel

Das Unternehmen kämpft infolge des 2009 zu Ende gegangenen Übernahmekampfs mit Volkswagen auch in Deutschland mit Klagen. Darüber hinaus ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft wegen der gescheiterten Übernahme unter anderem gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Die Behörde hatte kurz vor Weihnachten Anklage gegen den 60-Jährigen wegen Aktienkursmanipulation erhoben. Wiedeking weist die Vorwürfe zurück.

Der kleine Sportwagenbauer hatte ursprünglich den viel größeren VW-Konzern übernehmen wollen. Doch die Stuttgarter häuften einen massiven Schuldenberg an und scheiterten im Sommer 2009 mit ihren ehrgeizigen Plänen. Volkswagen drehte daraufhin den Spieß um. Seit August gehört das in der Porsche AG gebündelte Sportwagengeschäft komplett zu Europas größtem Autokonzern. Die Porsche SE ist eine Holding, die etwa die Anteile an VW und Dividendenansprüche verwaltet. Sie will aber bald strategische Zukäufe in der Autowelt angehen. Das Klagerisiko infolge der Übernahmeschlacht blieb bei der Porsche Holding.

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Warnsignale für die Märkte
Warnsignale für die Märkte

Die Risiken an den Aktienbörsen nehmen zu. Immer mehr Blue Chips drehen ab. Kein gutes Zeichen für die nächsten Wochen....

Einstellungen
Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
FOLGEN SIE WIWO.DE

    Tweets der WiWo-Redaktion

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.