Nach Fed-Zinsentscheid: Börsen reagieren überwiegend negativ

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Nach Fed-Zinsentscheid: Börsen reagieren überwiegend negativ

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Auf dem New Yorker Börsenparkett wurde die Entscheidung der Federeal Reserve, die US-Notenbank-Chefin Janet Yellen bekannt gab, verfolgt.

Nach der vertagten Zinswende in den USA ist ein Kursfeuerwerk an den Börsen ausgeblieben. Die Anleger sind skeptisch mit Blick auf die Konjunkturentwicklung und die Probleme in China.

Die weltweiten Börsen haben überwiegend negativ auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed reagiert. Die Notenbank hatte am Donnerstagabend den Leitzins nahe der Nulllinie belassen und ein geringeres Tempo für Zinserhöhungen im kommenden Jahr angekündigt. In Tokio und New York, wo nach dem Zinsentscheid bereits gehandelt wurde, ging es bergab. Börsianer hoben auf die zum Ausdruck kommende Konjunkturskepsis ab. Beim deutschen Leitindex Dax erwarteten die Anleger am Freitag einen Start leicht im Minus.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel in die Verlustzone und schloss mit 0,39 Prozent im Minus bei 16.674,74 Punkten. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel am Freitag um 362,06 Punkte oder 1,96 Prozent und ging beim Stand von 18.070,21 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste Topix büßte um 29,53 Punkte oder 1,98 Prozent auf den Stand von 1462,38 Zählern ein.

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Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Federal Reserve . Quelle: dpa

Analysten begründen die verhaltenen Reaktionen der Börsianer mit gestiegenen Unsicherheiten nach der Zinsentscheidung. „Mit der aufgeschoben Zinswende in den USA ist die Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung und den Weg der Wirtschaft weiter gestiegen“, sagte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel.

In China sorgte die Nachricht aus Washington allerdings für positive Stimmung. Hier schlossen die Börsen leicht im Plus. Für China und andere Schwellenländer ist die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik eine gute Nachricht. Denn manche Experten befürchten von dort Kapitalabflüsse, wenn die US-Zinsen steigen.

Der Euro kletterte nach der verschobenen Zinswende im Vergleich zum US-Dollar auf dem höchsten Stand seit Ende August. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1410 US-Dollar und damit deutlich mehr als vor der Entscheidung der US-Notenbank Fed am Donnerstagabend. Von einer Zinsanhebung hätte der Dollar gegenüber dem Euro tendenziell profitiert, weil die Geldanlage in den USA attraktiver geworden wäre.

Die Ölpreise haben kaum reagiert. Am Freitagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 49,14 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober gab um 13 Cent auf 46,77 Dollar nach.

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