Nach Griechenland-Wahlen: Aufatmen an den Börsen

Nach Griechenland-Wahlen: Aufatmen an den Börsen

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Aufatmen an der Frankfurter Börse nachdem die Griechen für einen Verbleib im Euro-Raum gestimmt haben

Die Finanzmärkte reagieren auf das Wahlergebnis in Griechenland mit deutlicher Erleichterung. Der Euro steigt um einen Dollar-Cent, die Börsen liegen im Plus. Ein Befreiungsschlag ist das jedoch nicht.

Aufatmen an den Finanzmärkten: Der Wahlsieg der Spar-Befürworter in Griechenland hat Investoren am Montag zum Einstieg in die Aktienmärkte animiert. Auch der Euro legte zu. Im Gegenzug verließen viele Investoren den „sicheren Hafen“ Bundesanleihen. Dax und EuroStoxx50 stiegen zur Eröffnung um jeweils rund ein Prozent auf 6306 beziehungsweise 2198 Punkte. Die Leitindizes in Paris, Madrid und Mailand gewannen zwischen ein und 1,8 Prozent. Der europäische Bankenindex notierte 1,9 Prozent höher. Der Euro kostete mit 1,2691 Dollar einen halben US-Cent mehr als zum New Yorker Freitagsschluss. „Der Wahlausgang ist für die Märkte sicherlich eine gute Nachricht, da hierdurch eine Einigung mit EU, IWF und EZB auf ein neues Hilfsprogramm und damit der Verbleib des Landes in der Währungsunion wahrscheinlicher werden“, sagte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. „Allerdings könnte sich die nun wohl folgende Erleichterung an den Märkten als kurzlebig erweisen.“ Bei den Staatsanleihen der krisengeschüttelten Euro-Staaten Spanien und Italien griffen Investoren ebenfalls zu. Die Renditen der zehnjährigen Titel gingen auf 6,883 beziehungsweise 5,924 Prozent zurück. Der Verkauf deutscher Papiere drückte den Bund-Future um 33 Ticks auf 141,95 Punkte.

Die Börse in Tokio hatte zuvor in Reaktion auf den Ausgang der Griechenland-Wahl zugelegt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem Aufschlag von 151,70 Punkten oder 1,77 Prozent bei 8721,02 Punkten aus dem Markt. Das ist die höchste Schlussnotierung seit einem Monat. Der breit gefasste Topix verbesserte sich ebenfalls deutlich um 12,24 Punkte oder 1,68 Prozent auf 738,81 Zähler. Die Marktteilnehmer zeigten sich erleichtert über den Wahlausgang in Griechenland.
Allerdings warnten Analysten, dass Europas Problem damit allein noch nicht gelöst sind. Bei den Parlamentswahlen in Griechenland war die konservative Nea Dimokratia am Sonntag nach Auszählung fast aller Stimmen mit knapp 30 Prozent stärkste Kraft geworden. Zusammen mit der sozialistischen Pasok würde sie über eine Mehrheit im Parlament verfügen. Beide Parteien haben sich für die Beibehaltung des Sparkurses und einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. Der Euro lag in Tokio zur US-Währung fester bei 1,2714-19 Dollar nach 1,2619-20 Dollar am späten Freitag.

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